Der Tag, an dem nicht gedankt wurde

Was war das großartigste Geschenk, das Sie je bekommen haben? Ich denke dabei nicht an ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum, sondern an etwas Größeres, Wunderbares. Vielleicht denken Sie an eine Zeit der Arbeitslosigkeit, in der sich auf wundersame Weise eine neue Arbeitsstelle auftat. Oder an eine Krankheit, von der Sie viel schneller genesen sind, als die Ärzte es für möglich gehalten hätten. Oder Sie erinnern sich an Sorgen, die sich unter unerklärlichen Umständen in Nichts auflösten. Wie haben Sie reagiert? Waren Sie da nicht unglaublich dankbar?

Wo sind die anderen neun? Unser Pastor sprach neulich über eines der erstaunlichsten Heilungswunder in der Bibel. Diesem folgte eine ebenso erstaunliche Reaktion der meisten von denjenigen, die geheilt wurden. Was ihre Reaktion so verblüffend machte war etwas, was niemand erwartet hätte: „Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus mit seinen Jüngern durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Kurz vor einem Dorf begegneten ihm zehn Aussätzige. Im vorgeschriebenen Abstand blieben sie stehen und riefen: Jesus, Herr! Hab Erbarmen mit uns! Er sah sie an und forderte sie auf: Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid! Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund. Einer von ihnen lief zu Jesus zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Laut lobte er Gott. Er warf sich vor Jesus nieder und dankte ihm. Es war ein Mann aus Samarien. Jesus fragte: Waren es nicht zehn Männer, die gesund geworden sind? Wo sind denn die anderen neun? Wie kann es sein, dass nur einer zurückkommt, um sich bei Gott zu bedanken, noch dazu ein Fremder? Zu dem Samariter aber sagte er: Steh wieder auf! Dein Glaube hat dich geheilt.“ (Lukas 17,11-19).

Nur einer dankte. Jesu Gleichnisse wurden manchmal missverstanden. Doch an seiner Frage nach den anderen neun Männern war nichts missverständlich. Wo waren sie? Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Er wütend und zornig war. Diese einfache Frage ist so durchdringend, wie es keine erhobene Stimme und keine geballte Faust je hätte sein können. Diese Menschen waren geheilt! Nicht von einem grippalen Infekt, sondern von Lepra, einer Krankheit, die sie entstellt, isoliert und beschämt hatte! Neun von zehn zeigten keine Dankbarkeit. Es war der Tag, an dem nicht gedankt wurde.

Wenn etwas dazwischenkommt. Ich weiß nicht, was in den Herzen der neun Männer vor sich ging, aber mit Blick auf mein eigenes Leben habe ich einen Verdacht. Manchmal ist es offensichtlich, zum Beispiel wenn mir auf der Straße ein Auto entgegenkommt, das ich auch gerne besitzen würde. Manchmal geht der Dank verloren, weil ich beschäftigt bin oder etwas anderes dringender ist. Manche Dankes-Karten wollte ich schreiben, habe es dann aber monatelang aufgeschoben. Worauf warte ich noch? Ist ein Update meines Internet-Auftrittes wichtiger?

Ein einfaches Wort kann so viel bedeuten. Wem haben Sie zu danken? Einem Lehrer, der einen Unterschied in Ihrem Leben gemacht hat? Meine Eltern waren beide Lehrer, deshalb weiß ich, wie viel ein von Herzen kommendes „Dankeschön“ eines ehemaligen Schülers bedeuten kann. Wer hat Ihnen – vielleicht vor vielen Jahren – geholfen, dort hinzukommen, wo Sie jetzt sind? Wer macht Ihr Leben durch seine oder ihre bloße Anwesenheit schöner? Haben Sie diesen Menschen je gedankt? Haben Sie Gott für diese wunderbaren Geschenke gedankt, die Er Ihnen gemacht hat?

Gott sagt uns in Seinem Wort: „Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen.“ (1. Thessalonicher 5,18). Diese Haltung der Dankbarkeit sollten wir an jedem neuen Tag annehmen.

© 2022 Matt Bell ist Autor, Herausgeber und Vortragsredner in Kirchengemeinden und an Universitäten
in der USA.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen:
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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Wer macht Ihr Leben durch seine oder ihre bloße Anwesenheit schöner? Haben Sie diesen Menschen je gedankt? Haben Sie Gott für diese wunderbaren Geschenke gedankt, die Er Ihnen gemacht hat? (Matt Bell)

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