„Abwarten und beobachten“ – Eine schwere Aufgabe

„Abwarten und beobachten“ – Eine schwere Aufgabe

In den letzten paar Jahren wurde ich gegen Prostatakrebs behandelt. Seit meiner zweiten minimalinvasiven Operation zur Entfernung der Krankheit, die in einer kleinen Drüse lauert, ist nun fast ein Jahr vergangen. Bisher habe ich sie nicht operativ entfernen lassen. Und bin dankbar, dass ich bisher auch noch keine Schmerzen hatte. 

Bei einem Videotermin besprach mein Urologe neulich mit mir einen eventuellen zweiten Eingriff zur Entfernung dessen, was vom Krebs übriggeblieben ist. Seine Empfehlung war, weitere sechs Monate „abzuwarten und zu beobachten“. Ich habe seinen Rat angenommen und warte nun auf meine Untersuchungsergebnisse. 

Da ich schon so lange mit diesem Krebs zu kämpfen habe, erscheint es vernünftig, noch ein bisschen abzuwarten vor einer weiteren Behandlung. „Abwarten und beobachten“, eine schwere Aufgabe, die ich aber akzeptiert habe. Bei der Erstdiagnose recherchierte ich sämtliche Behandlungsalternativen. Prostatakrebs ist selten aggressiv und wächst normalerweise langsam; statistisch gesehen sterben sehr wenige Männer heutzutage daran. 

Meine Einstellung dieser Krankheit gegenüber basiert auf meinem Glauben an Jesus Christus. Meine Glaubensreise war voller Herausforderungen und Segnungen. Und als Jesus-Nachfolger habe ich verstanden, dass es häufig notwendig ist, „abzuwarten und den Herrn zu beobachten“. In der Bibel begegnen wir dem Konzept des abwartenden Beobachtens häufig. So schrieb König David in Psalm 27,13-14: „Ich aber bin gewiss, dass ich am Leben bleibe und sehen werde, wie gut es Gott mit mir meint. Vertraue auf den Herrn! Sei stark und mutig, vertraue auf den Herrn!“ Ein exzellenter Rat von einem „Mann nach Gottes Herzen“.   

Wir alle hatten in den letzten Jahren Augenblicke, in denen wir von Furcht und Sorge erfüllt waren. Da ging es vielleicht nicht um eine ernste Diagnose, aber die Pandemie, die unsichere Wirtschaftslage und ein sich ständig veränderndes Arbeitsumfeld haben uns allen zugesetzt. Aus geschäftlicher Sicht kann ich mich an keine herausforderndere Zeit erinnern. Deshalb habe ich meine Arbeitsweise angepasst.     

Als Versicherungsmakler war mir der direkte Kundenkontakt immer wichtig. Dies wurde jedoch unter den pandemie-bedingten Einschränkungen schwierig. Ich habe mich bemüht, noch besser auf die Bedürfnisse meiner Kunden einzugehen. Doch aufgrund der Pandemie wurde die Kommunikation mit vielen Kunden sogar noch schwieriger, da auch ihr Leben komplexer und herausfordernder wurde. 

Mein „Geheimnis“ hinsichtlich des abwartenden Beobachtens in diesen herausfordernden Zeiten ist folgendes: Zuerst müssen wir ein starkes und anhaltendes Gebetsleben entwickeln und beibehalten. Nachfolger Jesu sollten verstehen, wie wichtig es ist, jeden Morgen Gottes Waffenrüstung anzuziehen. Apostel Paulus ermahnt uns in Epheser 6,10-11: „Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen! Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.“ Wir müssen der großen Versuchung widerstehen, dem Teufel auf die Schliche zu gehen.  

Paulus sagt in Epheser 6,18 weiterhin: „Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.“ Ja, ich möchte nicht nur für meine Bedürfnisse beten, sondern auch für die vielen Menschen, die Gott mir über den Weg geschickt hat – und auch für andere, die ich kaum kenne, die hingebungsvoll unserem Herrn dienen, und für diejenigen, die Er ihnen über den Weg schickt. So tue ich als lebendiges Mitglied von Gottes Familie mein Bestes!

©2022, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem bei CBMC. Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen:
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

CBMC InternatIonal: Jim Firnstahl, President. Tel.: +1 402 431 0002 – Fax: +1 402 431 1749 Address: 1065 n. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA E-Mail:
Internet: www.cbmcint.org (IVCG-Manna Nr. 957/ 9. KW 2022)

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Mein „Geheimnis“ hinsichtlich des abwartenden Beobachtens in diesen herausfordernden Zeiten ist folgendes: Zuerst müssen wir ein starkes und anhaltendes Gebetsleben entwickeln und beibehalten. (Jim Langley)

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