WER STEHT AN ERSTER STELLE – DER CHEF ODER DIE MITARBEITER? IVCG

Wer steht an erster Stelle – der Chef oder die Mitarbeiter? (Robert J. Tamasy)

Es kommt auf die Sichtweise an. Auf vielerlei Weise macht es einen enormen Unterschied, wie wir das Leben angehen. Wenn wir das Leben aus einer optimistischen Sicht betrachten, finden wir normalerweise selbst in schwierigen Umständen Positives. Doch aus einem pessimistischen Blickwinkel können selbst gute Dinge mit Zynismus und Sorge betrachtet werden. So wie bei der Person, die morgens aufwacht und denkt: „Nun, bis jetzt ist heute alles gut gegangen. Aber was wird sein, wenn ich erst einmal aufgestanden bin?“

Unsere Perspektive kann auch einen starken Einfluss darauf haben, wie wir unsere täglichen Verpflichtungen angehen. Wenn sich Führungskräfte als „großen Boss“ betrachten, bei dem die Untergebenen zu springen haben, wirkt sich das auf die Moral, die Produktivität, den Respekt und sogar auf die Fähigkeit aus, wichtige Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Doch Führung kann auch ganz anders aussehen.   

Max De Pree, ein angesehener Geschäftsmann und Autor ausgezeichneter Bücher zum Thema Management, äußerte sich folgendermaßen: „Wie sehen Sie sich selbst als Führungskraft? Wissen Sie, aus der Sicht des Mitarbeiters ist es äußerst wichtig, dass eine Führungspersönlichkeit über eine Sicht auf sich selbst verfügt, die der Realität entspricht. Führungskräfte und Mitarbeiter gehören zusammen. Ein Geschäftsführer sollte seine Mitarbeiter bezeichnen als „Menschen, denen ich diene“. Welch ganz andere Realität ist das! Und was für eine ganz andere Wirkung auf die Mitarbeiter.“  

Sehen Sie den Unterschied zwischen dem Ansatz, den De Pree beschreibt, und der „Ich bin der Boss“ -Sicht, die die Mitarbeiter als Sklaven betrachtet?

Sicherlich haben viele dominante, fordernde Chefs schon Produktivität aus ihren Mitarbeitern erzwungen. Doch was für einen Unterschied würde es machen, wenn mehr Führungskräfte ihre Mitarbeiter als die Menschen betrachten würden, denen sie „dienen“.  

Dieses Konzept ist nicht neu. Es erweist sich schon seit Tausenden von Jahren als sehr effektiv. Auch die Bibel betont dessen Bedeutung, wobei kein anderer als Jesus Christus selbst eine hohe Priorität daraus gemacht hat. Hier sind einige Beispiele aus der Bibel: 

Die besten Führungskräfte dienen anderen.

Aus Gottes Sicht basiert wahre Größe nicht auf Position oder Macht, sondern auf der Bereitschaft, andere an erste Stelle zu setzen. „Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen. Er kam, um zu dienen und sein Leben als Lösegeld hinzugeben, damit viele Menschen aus der Gewalt des Bösen befreit werden.“ (Markus 10,43-45).   

Echte Führung folgt einem anderen Standard. In manchen Kreisen wird Führung mit Dominieren und Kontrollieren gleichgesetzt. Doch es geht auch anders: „In dieser Welt unterdrücken die Herrscher ihre Völker, und rücksichtslose Machthaber lassen sich als Wohltäter feiern. Aber bei euch soll es nicht so sein. Im Gegenteil: Der Erste unter euch soll sich allen anderen unterordnen, und wer euch führen will, muss allen dienen… Ich aber bin unter euch wie ein Diener.“ (Lukas 22,25-27).   

Führung bedeutet auch, sich einander zuzuordnen.

Selbstverständlich müssen Mitarbeitende demjenigen dienen und Rechenschaft ablegen, der dazu befugt ist. Doch Führungskräfte sollten auch danach streben, diejenigen weise zu führen, für die sie verantwortlich sind. „Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren, ehrt und achtet sie! Dient ihnen so aufrichtig, als würdet ihr Christus selbst dienen…Auch ihr Herren sollt eure Sklaven behandeln, wie es Gott gefällt. Schüchtert sie nicht mit Drohungen ein. Denkt immer daran, dass ihr denselben Herrn im Himmel habt wie sie. Vor ihm sind alle Menschen gleich.“ (Epheser 6,5-9)

© 2021 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage

unter www.bobtamasy.blogspot.com.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen:
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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Die besten Führungskräfte dienen anderen.“ (Robert J. Tamasy)

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