Dem Beruf leidenschaftlich nachgehen (Robert J. Tamasy)

Viele von uns verbringen in der Woche 40 Stunden oder mehr am Arbeitsplatz, ob sie im Büro arbeiten, von Stadt zu Stadt reisen oder immer mehr im Home-Office sind. Letzteres ist von einer Rarität zur neuen Normalität geworden. Doch egal wo wir unseren Beruf ausüben, eine traurige Realität bleibt: Vielen Menschen geht es absolut miserabel. 

Vielleicht haben wir die falsche Einstellung. Wir betrachten unseren Job als Mittel, um Geld zu verdienen und unsere Rechnungen bezahlen zu können. Oder wir betrachten ihn als notwendiges Übel auf dem Weg in bessere Positionen, oder um unsere Qualifikationen zu verbessern. 

Hierbei könnte es sich um Symptome eines ganz einfachen Problems handeln: Es fehlt an Leidenschaft für die Arbeit, die wir tun. Wir haben keine Vision dafür, welchen Unterschied wir selbst in den geringsten Tätigkeiten bewirken können. Die Lösung könnte sein, einen Schritt zurückzutreten und neu zu bewerten, was wir tun, warum wir es tun und wie wir es tun. 

Dr. Martin Luther King Jr. war zu Recht für seine zivilrechtliche Arbeit bekannt. Doch er konnte sein Publikum auch dazu inspirieren, über sich selbst hinauszublicken, nach höheren Standards zu streben. Bei einer Rede vor Schülern 1967 in Philadelphia, Pennsylvania, USA, stellte er die Frage: „Was ist die Blaupause deines Lebens?“. Eine Aussage dieser Rede war besonders denkwürdig: „Wenn du Straßenfeger bist, fege die Straßen so, wie Michelangelo malte. Fege die Straßen so, wie Beethoven komponierte… Fege die Straßen so, wie Shakespeare Poesie schrieb. Fege die Straßen so gut, dass alle Heerscharen im Himmel und auf der Erde innehalten und sagen: Hier lebte ein großartiger Straßenfeger, der seine Arbeit gut verrichtete.“  

Laut Bibel sollte eine derartige Motivation die Regel sein, nicht die Ausnahme:  

Nicht nur was wir tun, sondern für wen wir es tun. Es kann Motivation sein, seinem irdischen Chef gefallen zu wollen, befördert zu werden oder einen Bonus zu erhalten, doch wie motivierend ist es erst, „im Auftrag des Herrn“ unterwegs zu sein? „All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken…. Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. “ (Kolosser 3,17+23).   

Arbeiten, solange man es noch kann. Am Anfang unseres Berufslebens scheint es uns, als hätten wir ewig Zeit, um das zu erreichen, was wir uns zum Ziel gesetzt haben. Doch wenn wir älter werden, merken wir, dass unsere Zeit, unsere Kraft und unsere Ausdauer begrenzt sind. Die Gelegenheiten, etwas zu bewirken, schwinden. „Wenn du etwas tust, dann sei mit vollem Einsatz bei der Sache! Denn im Totenreich, wohin auch du einmal gehen wirst, ist es vorbei mit allem Denken und Tun, dort gibt es weder Erkenntnis noch Weisheit.“ (Prediger 9,10).  

Sorgfältige Arbeit wird anerkannt und belohnt. Die Begeisterung und Leidenschaft, die wir für unsere Arbeit aufbringen, zieht Aufmerksamkeit auf sich. Unsere Arbeit kann für sich selbst sprechen, wir bekommen mehr Verantwortung. „Kennst du jemanden, der gute Arbeit leistet? Er wird erfolgreich sein und Königen statt einfachen Leuten dienen.“  (Sprüche 22,29). 

© 2021 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter

www.bobtamasy.blogspot.com.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen:
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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Schon in der Bibel findet sich der Hinweis: Du sollst deinem Beruf leidenschaftlich nachgehen. (Robert J. Tamasy)