Die Macht unserer Worte (Robert J. Tamasy)

Jahrelang hatte ich das Privileg, viele unvergessliche Männer und Frauen Gottes kennenlernen zu dürfen, häufig im Rahmen der CBMC (Herausgeberorganisation des Montags Impuls; Anm. d. Übers.). Einer davon war Robert D. Foster, der 2016, im Alter von 96 Jahren, zum Herrn heimgegangen ist. Seine Lebensphilosophie war einfach: „Das Leben ist es wert, gelebt zu werden; die Menschen sind es wert, geliebt zu werden; Gott ist es wert, dass man Ihm vertraut.“ 

Er schrieb lange Zeit wöchentliche Impulse über die Wahrheiten biblischer Geschichten. Ein Impuls handelte von Josiah Wedgewood, einem berühmten englischen Porzellanhersteller, der einen britischen Adligen durch seine Manufaktur führte. Ein Angestellter Wedgewoods im Teenager-Alter begleitete sie.     

Der Adlige benutzte eine vulgäre Sprache. Zunächst war der Junge über diese Sprache schockiert, doch dann faszinierten ihn die derben Witze des Mannes und er lachte darüber. Wedgewood dagegen war angewidert und tief bekümmert. 

Zum Schluss des Rundgangs zeigte er seinem Besucher eine Vase von einzigartigem Design. Der Mann war von dessen exquisiter Form und seltenen Schönheit begeistert. Als er danach griff, um sie sich genau anzuschauen, ließ Wedgewood sie mit Absicht auf den Boden fallen und zerschellen! Tief erbost rief der Adlige: „Ich wollte diese Vase für meine Sammlung! Durch Ihre Unachtsamkeit haben Sie sie kaputt gemacht!“  

Der Gastgeber antwortete daraufhin: „Sir, es gibt wertvollere Dinge, die nie mehr repariert werden können. Sie können dem jungen Mann, der uns gerade verlassen hat, nie mehr seine Ehrfurcht für das Heilige zurückgeben, wie sie seine Eltern ihm bisher nahezubringen versucht haben. Durch Ihre Sprache haben Sie ihre Arbeit in weniger als einer halben Stunde zunichte gemacht.“ 

Was für eine Macht haben unsere Worte, zum Guten wie zum Schlechten. Es geht nicht darum, zu verurteilen, denn vielen von uns ist im Zorn oder Stress schon das eine oder andere unschöne Wort entschlüpft. Doch in der Bibel sehen wir, dass ein gutes Wort zur rechten Zeit beruhigen kann, schlechte Worte aber großen Schaden anrichten können: 

Unsere Worte spiegeln unseren Charakter wider. Wollen wir, dass andere uns aufgrund der Dinge, die wir auf bestimmte Art und Weise sagen, beurteilen? „Verbreite keine Lügen, vermeide jede Art von falschem Gerede! “ (Sprüche 4,24).   

Unsere Worte spiegeln unser Herz wider. So wie ein voller Eimer seinen Inhalt ausschüttet, wenn er umgeworfen wird, können unsere Worte unsere innersten Gedanken, Gefühle und Werte offenlegen.  „Ein rechtschaffener Mensch überlegt sich, was er sagt; ein gewissenloser platzt mit giftigen Worten heraus.“ (Sprüche 15,28).  

Unsere Worte spiegeln unseren Glauben wider. Viele Menschen wählen ihre Worte sorgfältig, um bestimmte Personen oder Gruppen zu beeindrucken. Diejenigen, die Jesus nachfolgen, wissen, dass unser Sprechen von unserem Glauben beherrscht sein sollte. „Herr, lass dir meine Worte und Gedanken gefallen!“  (Psalm 19,15). 

Unsere Worte spiegeln unsere Selbstbeherrschung wider. Impulsive, unbeherrschte Menschen sagen manchmal Dinge, die sie später bedauern; Weisheit aber zähmt unsere Zungen, um uns vor verbalen Entgleisungen zu bewahren. „Ein weiser Mensch ist sparsam mit seinen Worten, denn wer sich selbst beherrschen kann, ist vernünftig.“ (Sprüche 17,27).  

© 2021 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen:
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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„Die Macht unserer Wort spiegeln wider, wer wir sind!“ (Robert J. Tamasy)