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Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

RÜCKKEHR ZUR „GOLDENEN REGEL“? (48. KW)

Das moderne Geschäftsleben könnte als erbarmungsloses „Streben nach Gewinn“ beschrieben werden: Kunden, Marktanteile, Vorsprung gewinnen. Der tägliche Börsenbericht gibt „Gewinn und Verlust“ bekannt. Natürlich haben viele keinen Gewinn gemacht bei der andauernden wirtschaftlichen Flaute, die auch in absehbarer Zeit sich nicht zu verändern scheint. Ob durch Kündigung oder Vertragsende, Pfändung, überzogene Kredite, bedeutende Investitionsverluste – oder eine Kombination all dieser Dinge – müssen viele Individuen und Familien darum kämpfen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.


Vielleicht wäre es jetzt ein guter Moment für führende Geschäftsleute, zur sogenannten „Goldenen Regel“ zurück zu kehren. Sie stammt ursprünglich aus dem Neuen Testament in der Bibel, wo Paulus Jesus mit den Worten zitiert: Geben macht glücklicher als Nehmen.“ (Apostelgeschichte 20, 35)


Obwohl uns viele Zyniker heute die „Goldene Regel“ neu definieren würden als „Gold regelt“, ist das Grundprinzip doch wahr – selbst in unseren Zeiten, wo Materialismus und Konsum sich so stark in unserer Gesellschaft verankert haben. Großzügigkeit erscheint eher als Ausnahme denn als Regel, aber es ist komisch, fast paradox, dass oft in Wahrheit das Geben viel wohltuender und befriedigender ist als das Nehmen.


Wann immer wir geben, könnte es sein, dass nicht nur andere dringend gebrauchte Hilfe empfangen, sondern wir auch – nämlich das befriedigende Gefühl, dass wir die Hilfe ermöglicht haben. Es scheint, wenn wir geben, gewinnen wir auch (wieder dieses Wort!). Uns ist auch bewusst, dass wir unsere Erfolge nicht alleine geschafft haben, sondern durch Hilfe anderer auf unserem Weg. Anderen Hilfe anzubieten – ob durch greifbare Dinge, Zeit, guten Rat oder Ermutigung – ist ein Weg, um das gut zu machen, was uns selber großzügig gegeben wurde.


In der Bibel steht viel mehr über das Geben und die Großzügigkeit: Information die besonders wertvoll ist in einer Zeit, wo die Not um uns herum akuter und intensiver erscheint als je zuvor. Hier einige Beispiele:


Großzügigkeit ist richtig. Am Arbeitsplatz wird oft darüber diskutiert, was „richtig“ ist. Sicherlich ist es richtig, anderen etwas Gutes zu tun, wenn man dazu die Möglichkeit hat – und wir werden wahrscheinlich erfahren, dass die Investition sich reichlich auszahlt. Wer Gott die Treue hält, hat nur Gutes zu erwarten; aber die Hoffnungen der Gottlosen werden zerschlagen - nur Zorn bleibt zurück! Manche sind freigebig und werden dabei immer reicher, andere sind geizig und werden arm dabei. Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut; wer anderen hilft, dem wird geholfen.“ (Sprüche 11, 23-25).


Großzügigkeit fördert das Gute. Freigiebigkeit ist ein starkes, positives Beispiel für andere in ihrem Verhalten. Gut geht es dem, der freundlich zu den Armen ist und ihnen gerne Geld leiht, der sich an das Recht hält bei allem, was er unternimmt!...Großzügig schenkt er den Bedürftigen, was sie brauchen; auf seine barmherzige Liebe kann man immer zählen1. Darum ist er überall hoch angesehen.“ (Psalm 112, 5+9).


Großzügigkeit ehrt Gott. Liebe und Mitgefühl sind Herzstück der Eigenschaften Gottes. Und wie können wir seinem Charakter besser entsprechen, als von den Reichtümern, die er uns ermöglicht hat, abzugeben? Wer den Armen unterdrückt, verhöhnt dessen Schöpfer. Wer dem Hilflosen beisteht, der ehrt Gott.“ (Sprüche 14, 31)


Großzügigkeit reflektiert unsre Hoffnung. Setzen wir unsere Hoffnung auf Dinge, die verloren gehen können oder auf Gott, die letztendliche Quelle all dessen, was wir haben? „Den Reichen musst du unbedingt einschärfen, sich nichts auf ihren irdischen Besitz einzubilden oder sich auf etwas so Unsicheres wie den Reichtum zu verlassen. Sie sollen vielmehr auf Gott hoffen, der uns mit allem reich beschenkt, damit wir es genießen können. Sie sollen Gutes tun und gern von ihrem Reichtum abgeben, um anderen zu helfen. So werden sie wirklich reich sein und sich ein gutes Fundament für die Zukunft schaffen, um das wahre Leben zu gewinnen.“ (1. Timotheous 6, 17-19).


Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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Der Autor

Robert J. Tamasy

USA-Atlanta, Georgia

ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard

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