

In ausgefahrenen Gleisen zu landen, kann sehr schnell am Arbeitsplatz geschehen: der gleiche Ort, die gleiche Tätigkeit, die gleiche Verantwortung. Das kann bequem sein, weil die Routine bekannt ist. Und Veränderung kann schwer sein, weil man sich auf fremdes Gebiet wagen muss, das unbekannt und unsicher erscheint. Die ausgefahrenen Gleise sind aber auch gefährlich. Wie der Komiker Will Rogers gerne sagte: „Selbst wenn du auf der richtigen Spur bist, wirst du überfahren, wenn du dort sitzen bleibst!“
Wenn Sie sich festgefahren haben, was braucht es, um heraus zu kommen? Für die Mehrheit der Menschen gibt es drei Antreiber, die zu Veränderung führen, ob man will oder nicht:
Schmerz. Schmerz in seiner vielfältigen Erscheinung kann uns zu Veränderung motivieren. Meistens bewegt es uns nicht, wenn wir das Licht sehen, sehr wohl aber wenn wir die Hitze spüren.
Druck. Wir fühlen den Druck, wenn der Arzt uns empfiehlt: „Nehmen Sie 50 Pfund ab, sonst sterben Sie!“ Oder der Vorgesetze sagt: „Verbessern Sie Ihre Leistung, sonst sind Sie gefeuert!“ Das Problem mit Druck als Antreiber ist, dass er nicht anhält. Wenn der Druck nachlässt – das bedrohliche Problem ist gelöst, die überwältigende Krise irgendwie behoben – schon ist die Motivation zu Ende. Alles erscheint wieder gut in der Welt und das normale Leben kann wieder aufgenommen werden.
Erkenntnis. Perspektive entwickelt sich, wenn man das ganze Bild begreift oder wenn man tief berührt wird von einer spannenden Vision oder Bestimmung. Neue Aussichten werden deutlich, wenn man realisiert, dass man sein Potential vergeudet, vielversprechende Chancen verpasst.
Aber wir müssen nicht warten, bis uns plötzlich Schmerz, Druck oder Erkenntnis in Bewegung setzen. Bereits in der Bibel gab es Hinweise: „Wer ängstlich auf den Wind achtet, wird nie säen; und wer auf die Wolken schaut, wird nie ernten.“ (Prediger 11, 4).
4 Schritte, die aus eingefahrenen Gleisen führen:
Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Werden Sie kein Entschuldiger (das eigene Versagen nicht ehrlich zugeben) aber auch kein Beschuldiger (andere für Ihr Versagen verantwortlich machen). Werden Sie stattdessen ein Entscheider und beschließen Sie, sich aus der eingefahrenen Situation zu befreien.
An sich glauben. Hören Sie auf Ich kann nicht zu sagen, sondern Ich kann. Wenn Sie damit anfangen, werden Sie erstaunt feststellen, dass Sie es wirklich können.
Klären Sie, was Sie wirklich wollen. Schreiben Sie ganz genau auf, wie Sie sich verändern – oder sich verändern lassen wollen.
Warten Sie nicht auf die idealen Bedingungen. Hören Sie mit Sätzen auf wie: „Ich werde das eines Tages machen, wenn alles ein wenig ruhiger geworden ist.“ Tun Sie es jetzt! „Eines Tages“ ist in Wirklichkeit „Keines Tages“.
Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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