

„Das Leben ist so zerbrechlich.“ Diese tiefgründige Bemerkung machte kürzlich ein Freund, als wir über die plötzliche Not im Leben eines Freundes sprachen. Es gibt Zeiten, wo das Leben einfach nicht besser sein könnte. Diese Momente würde man am liebsten in einer Flasche aufbewahren, um sie immer wieder zu genießen. Dann verändern sich die Dinge jedoch – manchmal auf dramatische Weise, völlig unerwartet und heftig.
Es mag ein platter Reifen sein, der eine lang ersehnte Urlaubsreise unterbricht oder unerwartete Kosten, die das aufgestellte Budget sprengen. Es könnte auch viel ernster und verwirrender sein: eine ernüchternde ärztliche Diagnose; ein schlimmer Autounfall; Besitzerwechsel der Firma, bei der Sie angestellt sind; ein verheerender Wirbelsturm, Erdbeben oder Tornado; den Verlust des Arbeitsplatz ohne Warnung; eine unerwartete Familienkrise.
Der erwähnte gemeinsame Freund hatte erfahren, dass sich ein Familienmitglied auf einer Geschäftsreise mit einer gefährlichen Krankheit angesteckt hatte. Einige Tage später starb dieser geliebte Mensch; die beste ärztliche Versorgung hatte weder die Krankheit aufhalten noch Heilung bringen können.
Wenn man lange genug gelebt hat, ist es begründet, das „Unerwartete zu erwarten“, aber unvorhergesehene Rückschläge erwischen uns immer noch eiskalt. Wie reagieren wir also? Werden wir zynisch und halten uns resigniert an „Murphys Gesetz“: „Wenn etwas schief gehen kann, dann wird das auch passieren“? Oder können wir Hoffnung schöpfen inmitten widriger Umstände, die hoffnungslos erscheinen?
In der Bibel steht viel zum Thema Hoffnung, aber nicht im Sinn von vielleicht, sondern in sicherem Vertrauen und ernsthafter Erwartung. Wenn z.B. unsere Welt bis auf den Kern erschüttert erscheint, steht in der Bibel: „Auf uns wartet also eine neue Welt, die niemals erschüttert wird. Dafür wollen wir Gott von Herzen danken und ihm voller Ehrfurcht dienen, damit er Freude an uns hat. Denn unser Gott ist wie ein Feuer, dem nichts standhalten kann.“ (Hebräer 12, 28-29).
Ich erinnere mich noch sehr genau an die eindrücklichen Fernsehbilder der Luxuswohnungen, die in Flammen standen, nachdem Kalifornien von einem Erdbeben vor einigen Jahren heimgesucht wurde. Die Menschen, die dort wohnten, waren am Boden zerstört beim Anblick der Flammen, die ihr Zuhause und ihr Eigentum verzehrten; wenn ihre „Hoffnung“ lediglich ihr materieller Besitz ist, dann ist es verständlich, dass sie sich hoffnungslos fühlten. Diese Tatsache bleibt wahr, ob unsere „Hoffnung“ in unserer Firma, Karriere, Leistung, Familie, Gesundheit oder Fähigkeiten liegt. All das kann in Sekundenschnelle verloren sein. Wenn die Hoffnung jedoch im ewigen und nicht im zeitlichen liegt, dann bleibt unser inneres Fundament fest, so wie es auch in der Bibel steht:
Zuversichtlich in der Hoffnung. Hoffnung muss im Glauben verankert sein – ein Vertrauen auf Gott und seine Versprechen an alle, die ihm folgen und dienen. „Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.“ (Hebräer 11, 1).
Geduldig in der Hoffnung. Das Ziel unserer Hoffnung mag nicht so schnell eintreffen, wie wir es uns wünschen. Deshalb ist Geduld ein wichtiges Element der Hoffnung, die auf Gottes Wesen und seiner aktiven Anteilnahme an allen Aspekten unseres Lebens basiert. „Darauf können wir zunächst nur hoffen und warten, obwohl wir schon gerettet sind. Hoffen aber bedeutet: noch nicht haben. Denn was einer schon hat und sieht, darauf braucht er nicht mehr zu hoffen. Hoffen wir aber auf etwas, das wir noch nicht sehen können, dann warten wir zuversichtlich darauf.“ (Römer 8, 24-25).
Erwartungsvoll in der Hoffnung. Letztendlich erwarten alle Jünger Jesu – ob in der Geschäftswelt oder in anderen Lebensbereichen – seine versprochene Wiederkehr. Währenddessen sollen wir die einmalige Berufung, die er jedem von uns gegeben hat, an unserem Arbeitsplatz und zuhause erfüllen. „ Denn wir warten darauf, dass sich unsere Hoffnung bald erfüllt: dass unser großer Gott und Retter Jesus Christus in seiner ganzen Herrlichkeit erscheinen wird.“ (Titus 2, 13).
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ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard