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Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

ALLEM KANN ICH WIDERSTEHEN, NUR DER VERSUCHUNG NICHT! (51. KW)

„Dafür konnte ich nichts!“ „Das war der Teufel.“ “Die Versuchung war einfach zu groß.”


Haben Sie solche Entschuldigungen schon einmal gehört oder selbst verwendet, um schlechte Entscheidungen oder Verhaltensweisen zu rechtfertigen? Das haben wir sicher alle schon getan. Ein Bekannter sagt gerne: “Ich kann allem widerstehen außer der Versuchung.” Obwohl wir genau wissen, was wir tun oder lassen sollten, geschieht oft das Gegenteil. Ein Wort dafür, das viele Menschen nicht mögen ist „Sünde“. Sünde kann als „Zielverfehlung“ definiert werden; das Rechte zu kennen, aber das Falsche zu wählen.


Warum ist das so? Es gibt viele Gründe, aber einer davon ist, dass wir im Alltag regelrecht mit Versuchungen bombardiert werden. Im Geschäft werden wir verführt, Abkürzungen zu nehmen oder irreführende Mittel zu verwenden, um unser Ziel zu erreichen. Wir übertreiben vielleicht die Qualität und das Potenzial des Produktes, das wir verkaufen wollen oder stellen die Möglichkeiten unserer Firma für bestimmte Leistungen, die ein Kunde braucht, übertrieben dar. Das Thema Beförderung birgt Versuchungen wie auch der Spesenbereich auf seine ganz spezielle Weise. Und wir können uns alle an breit veröffentlichte Skandale aus Großunternehmen erinnern, die mit diesem Thema zu tun haben.


Im persönlichen Leben stoßen wir auch immer wieder auf vielfältige Versuchungen – Wut unangemessen auslassen; andere körperlich oder verbal misshandeln; unser Eheversprechen durch Untreue oder unmoralische Gedanken brechen; zu viel essen oder trinken; bei einem „freundlichen“ Kartenspiel mal mogeln oder praktischerweise ein paar Schläge beim Golf vergessen; das Tempolimit überschreiten, weil wir uns verspätet haben. Diese Liste könnte noch lange weitergeführt werden.


Die Versuchung selber ist nicht falsch – in der Bibel steht, selbst Jesus „musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt.“ (Hebräer 4, 15). Versuchung heißt einfach, mit der Möglichkeit zu sündigen konfrontiert zu werden; sündigen heißt, sich bewusst dafür zu entscheiden, nicht zu widerstehen, sondern zu folgen. Und jemand hat mal gesagt, wenn Sünde keinen Spaß machen würde, hätten wir auch keine Lust dazu!


Selbst einer der wichtigsten Schreiber in der Bibel, Paulus, gibt zu, dass er mit Sünde zu kämpfen hat: „Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch darum bemühe. Ich will immer wieder Gutes tun und tue doch das Schlechte; ich verabscheue das Böse, aber ich tue es dennoch.“ (Römer 7, 18-19). Nun, wenn selbst die Führer der ersten Gemeinde mit falsch und richtig zu kämpfen hatten, welche Hoffnung gibt es dann für uns? Laut Bibel gibt es große Hoffnung:


Wir sündigen alle – das ist Teil unserer geistlichen DNA.
Der Bibel zufolge wird das „Sünden-Gen“ seit Adam und Eva von einer Generation zur nächsten weitervererbt. Also stehen wir nicht alleine da mit unserem Kampf – und unserem Versagen - mit der Sünde. „Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte.“ (Römer 3,23).


Gott wird uns niemals in Versuchung führen, falsches zu tun. In seinem Modellgebet ermutigt Jesus seine Jünger, Gott um Erlösung von der Sünde zu bitten: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ (Matthäus 6, 13 Luther 1984). In der Bibel steht auch: „Niemand, der in Versuchung gerät, kann behaupten: "Diese Versuchung kommt von Gott." Denn Gott kann nicht vom Bösen verführt werden, und er verführt auch niemanden zum Bösen. Es sind vielmehr unsere eigenen selbstsüchtigen Wünsche, die uns immer wieder zum Bösen verlocken. Geben wir ihnen nach, dann haben wir das Böse empfangen und bringen die Sünde zur Welt. Sie aber führt unweigerlich zum Tod.“ (Jakobus 1, 13-15).


Unsere Versuchungen sind nicht einzigartig – und wir müssen ihnen nicht nachgeben. Wir entscheiden uns vielleicht für das Falsche, aber das ist nicht unvermeidbar oder unausweichlich. Die Versuchungen mögen zwar stark erscheinen, fast unwiderstehlich, aber mit Gottes Hilfe können wir uns entscheiden, ihnen nicht nachzugeben. „Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht zu euch. Er lässt nicht zu, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.“ (1. Korinther 10, 13). Wenn die Sünde anklopft, wissen wir ihr zu begegnen!



Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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Der Autor

Robert J. Tamasy

USA-Atlanta, Georgia

ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard

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