

Es gab mal das Sprichwort „Bilder lügen nicht“. Aber es ist falsch. Ein erfahrener Fotograf kann unterschiedliche Effekte hervorrufen, die die Darstellung verändern. Wenn man z.B. einen Menschen in den Vordergrund aufstellt, mit dem Eiffelturm relativ weit im Hintergrund, könnte auf einem Foto der Eindruck entstehen, dieser Mensch halte den Turm zwischen Zeigefinger und Daumen.
Heutzutage mit der Verwendung spezieller Graphiksoftware, können Fotos auf vielerlei Weise manipuliert werden; sogar so weit, dass Menschen neben Individuen zu sehen sind, die sie noch nie kennengelernt haben oder in Umgebungen auftauchen, in denen sie noch nie waren. Mit dieser Software können Computeranwender das Bild einer ägyptischen Pyramide am Grund des Grand Canyons platzieren oder auf die Chinesische Mauer setzen.
Ein übliches - und eher legitimes – Mittel um fotografische Effekte zu erzielen, ist der Filter. Es gibt viele Arten von Filtern, die eine Vielzahl Effekte bewirken können: Strahlen, Lichter bei Nacht, Weichzeichner, nostalgischer Effekt durch Einfärbung. Egal welche Filter man benutzt, sie beeinflussen unsere Sicht des Bildes.
Kürzlich sah ich eine Dokumentation, die eine andere Art „Filter“ behandelte – unsere tägliche Sicht der Welt, bewusst oder unbewusst, um das zu interpretieren, was wir hören und sehen, und welche ganz allgemein gesprochen, unsere Lebenseinstellung bedingt. Unsere individuelle Weltanschauung hilft uns, unsere Werte und Prioritäten festzulegen. Sie beeinflusst auch unsere Reaktion auf Situationen und Ereignisse in unserem Alltag.
C.S: Lewis, der bekannte englische Denker, Wissenschaftler und Schriftsteller beschrieb seine Weltanschauung, den spirituellen Filter, der sein Leben bestimmte, auf folgende Weise: „Ich glaube an das Christentum so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist; nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehe.“ Lewis meint also, dass also das, was er als Wahrheit erkannt hat, jeden anderen Aspekt seines Lebens erleuchtet – oder filtert. Jemand anders hat den gleichen Gedanken etwas anders formuliert: „Wenn du einmal die Wahrheit gesehen hast, kannst du sie nicht mehr „un – sehen“.
Welchen Filter benutzen Sie im Leben, das sie erfahren und um sich herum beobachten; welche Schlüsse ziehen Sie? Ob wir es merken oder nicht, wir benutzen alle solche „Filter“. Sie bestehen aus den Dingen, an die wir glauben, die uns motivieren und unsere Ziele beeinflussen, aus den Werten, die wir für wichtig halten und aus den Vorurteilen, die im Laufe der Zeit in uns entstanden sind. Hier sind einige Punkte, die die Bibel über eine Weltanschauung zu sagen hat, die in einem starken Glauben an Gott verankert ist:
Gott hat einen Plan. Die Menschen, die an Gott glauben und sich bemühen, ihm treu zu folgen, können darauf vertrauen, dass er einen eindeutigen, besonderen Plan für jeden Aspekt unseres Lebens bereit hält.
Gott hat die Macht. Selbst wenn alles manchmal zum verzweifeln und hoffnungslos aussieht, arbeitet Gott aktiv daran, seine Absicht zu verwirklichen – und das im besten Interesse seiner Kinder. „Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.“ (Römer 8, 28).
Gott weiß, was am besten ist. Wir mögen unsere ausgeklügelten Strategien haben und mit großer Sicherheit genau wissen, was zu tun ist, aber oft durchkreuzt Gott unserer Pläne und führt uns damit letztendlich viel besser, als wir es uns vorstellen oder erträumen können. „Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“ (Sprüche 16, 9).
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ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard