

Solange wir mit Menschen zusammen arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie uns irgendwann einmal verletzen. Kunden werden Sie beschimpfen, Konkurrenten Lügen über Sie verbreiten, Partner Sie verraten, Vorgesetztek Sie nicht wertschätzen.
Manchmal verletzen Menschen uns absichtlich, manchmal geschieht es unabsichtlich. Das ist egal – schmerzen tut es trotzdem! Die typische Reaktion auf so eine Verletzung ist Groll. Groll heißt die Verletzung festhalten. Anstatt loszulassen, denkt man an den Schmerz und erinnert sich immer und immer wieder daran. Statt dass uns besser geht, erhöht dieser Groll den Schmerz. Jedes Mal, wenn man wieder daran denkt, scheint die Verletzung schlimmer zu werden und die Ungerechtigkeit noch größer.
In der Bibel lesen wir, dass Ressentiment uns selbst schadet, und dafür gibt es drei Gründe:
Es ist unvernünftig. Groll hegen wird weder die Vergangenheit verändern noch das Problem lösen. Er führt nur dazu, dass wir uns töricht verhalten. „Denn der Ärger bringt den Narren um und den Unverständigen tötet sein Aufbegehren.“ (Hiob 5, 2 Neues Leben).
Es hilft nicht weiter. Groll tut uns immer mehr weh als dem, dem wir gram sind. Man fühlt sich miserabel, während der Verursacher unbetroffen bleibt. ). “Du zerfleischst dich selbst in deinem Zorn!” (Hiob 18, 4).
Es ist ungesund. Ärzte sagen, dass Groll ein ungesundes Gefühl ist. Er kann wörtlich das ganze System vergiften. „Der eine stirbt, noch voll bei Kräften… Der andere stirbt einsam und verbittert.“ (Hiob 21, 23-25).
Wenn all die oben angeführten Dinge wahr sind, bleibt eine wichtige Frage: Wie sollen wir mit der Verletzung umgehen?
1. Offenbaren Sie Ihre Verletztheit. Erzählen Sie jemandem, dem Sie vertrauen davon. Und sprechen Sie mit Gott darüber. Unterdrücken Sie Ihre Gefühle nicht – bringen Sie sie zutage. Wenn Sie den Ärger hinunterschlucken, zählt Ihr Magen mit. Ich sage immer: Gefühle offenbaren ist der Heilungsbeginn.
2. Lassen Sie Ihre Schuldiger los. Schenken Sie ihnen Freiheit. Vergeben Sie ihnen – um Ihres Seelenfriedens willen. Es wird nie aufhören zu schmerzen, bis Sie nicht vergeben haben, ob verlangt oder nicht. Denken Sie daran, wie viel Gott schon vergeben hat und vertrauen Sie auf ihn, die Rechnung zu begleichen.
3. Richten Sie sich neu aus. Solange Sie die Aufmerksamkeit auf jemanden richten, den Sie hassen, erlauben Sie ihm, Sie zu kontrollieren. Wenn Sie sagen: „Er macht mich so wütend!“ dann geben Sie zu, dass er Einfluss nimmt auf Ihre Gefühle. Widerstehen Sie nicht einfach nur dem Groll; ersetzen Sie ihn durch andere Gedanken. Bedenken Sie folgende einfache Wahrheit: Sie können nur einen Gedanken auf einmal denken – Und SIE sind für diesen Gedanken verantwortlich!
Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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