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Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

DIE GEFAHR DER ÜBERHÖHTEN GESCHWINDIGKEIT IM LEBEN (33. KW)

Ein Polizist winkte mich heraus, weil ich in einer 30iger Zone 53 Km/h gefahren bin. Wie konnte mir das nur passieren, fragte ich mich. Aber das war einfach: ich lebte mein Leben zu schnell.

Ich war auf dem Weg zur Arbeit gewesen, meine Gedanken bei einer bevorstehenden Reise in ein anderes Land. Ich hatte mich gedanklich stark auf alles konzentriert, was ich für diese Reise noch vorbereiten musste und was am letzten Tag im Büro dort noch alles geschehen musste. Im Ergebnis hatte ich mich überhaupt nicht auf die Fahrt konzentriert und auf die Regeln, die es dabei einzuhalten galt.

Selbst als der Polizist mich anhielt, war ich mir nicht dessen bewusst, dass ich viel zu schnell gefahren war und fragte, ob es ein Problem gebe.

Wie einfach ist es, durchs Leben zu hetzen, ohne zu merken, was um uns herum geschieht. Viel schlimmer noch finde ich, wie problemlos ich durch das Leben hetze, ohne die Menschen um mich herum wahrzunehmen. Zu oft vergesse ich Familienmitglieder, Freunde und „Nachbarn in der Not“, kümmere mich nicht genug um sie in meinem großen Eifer, „Gutes zu tun“: Darüber sprach Jesus in seinem Gleichnis des barmherzigen Samariters (Lukas 10, 25 – 37).

Die Ironie dieses Gleichnisses ist, dass der verachtete Samariter, der von der Gesellschaft abgelehnt ist, seinem Nächsten Liebe zukommen lässt, während der Priester und der Levit, die beide aufs beste mit Gottes Gesetzen und Geboten vertraut waren, dieses unterlassen.

Viele Faktoren spielten sicherlich eine Rolle bei oberflächlicher Bewertung der Situation des verwundeten Mannes, aber sie sind keine Entschuldigung dafür, dass der Priester und der Levit keine Hilfe angeboten haben. Wie ich, konzentrierte sich ihr innerer Blick auf Probleme weit entfernt von dem Ort des Geschehens anstatt auf die unmittelbare Not und die Dinge, die in diesem Moment wichtig waren. Durch die eigenen Gedanken so gefangen, liefen sie vorbei, nicht bereit zu helfen und erstaunlich blind für die schreckliche Lage des Verletzten.

Dieses Problem beschränkt sich nicht nur auf abgelenkte geistliche Leiter. Ähnliche Situationen begegnen uns am ganz normalen Arbeitsplatz, zuhause oder in unseren Gemeinden. Ein Kollege mag gerade kämpfen, aber angesichts eigener drohender Abgabetermine hören wir noch nicht einmal zu oder geben einen Ratschlag. Unser Ehepartner oder Kind mag unsere Aufmerksamkeit brauchen, aber wir ignorieren sie, weil wir so abgelenkt sind.

Gott stellt uns täglich viele Möglichkeiten in den Weg. Sind wir durch wichtige Aufgaben, die unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, so gebunden, dass wir diese Gelegenheiten nicht erkennen? Lasst uns nicht den Reichtum verpassen, den Gott für unser Leben in dieser Woche bereit hält, auch wenn die Begebenheiten zunächst ungelegen erscheinen. In Wirklichkeit könnten sie besonderen Segen bedeuten.

Und noch eins: Halten Sie sich an das Tempolimit. Eine Strafe ist teuer!


Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

CBMC INTERNATIONAL: Bob Milligan, President.
Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell(at)cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org

Der Autor

Dr. Rob Snyder

H-Budapest

 

Aus einer Kolumne von Bob Snyder, der Chirurg in Budapest ist. Seine Werke sind in einer online Serie enthalten, die „Lessons Learned on the Journey“ (Lektionen während der Reise) heißt.

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