

Kürzlich rief ein Freund, ein Geschäftsmann an. Seine Ehe war in Scherben, seine Finanzen im Keller, und er sagte, dass er kurz davor stehe, Bankrott anzumelden. „Bevor du das tust,“ sagte ich „möchte ich, dass du drei Fragen bedenkst: Was würde Jesus tun? Was möchte Satan, dass du tust? Und welche Motive hast du? Denke einige Tage darüber nach und ruf mich dann an.“
Einige Tage später rief er an und sagte: „Ich habe ausgerechnet, dass es fünf Jahre dauern wird, um alle unsere Schulden zu zahlen, und Gott möchte nicht, dass wir in so unbequem leben, also ist es in Ordnung, wenn ich Insolvenz anmelde.“
Haben Sie schon je an Bankrott gedacht? Ich schon. Tatsächlich ist es mir finanziell schon so schlecht gegangen, dass ich mich oft fragte, wann mein Name wohl auf der Liste der Insolvenzen stehen würde.
Als mein Freund mir seine Erkenntnisse darlegte, hatte ich folgende Gedanken: „Was für ein Blödsinn! Gott geht es nicht um deine Bequemlichkeit, es geht ihm um deinen Gehorsam.“ Aber das sagte ich ihm nicht, weil ich wusste, dass ihn das nur vergraulen würde. Stattdessen sagte ich: „Hast du eine Bibel zur Hand?“ „Ja“ antwortete er. „Gut“ sagte ich, „dann schlage doch mal bitte Psalm 37 auf und lese die Verse 16 und 17.“
Mein Freund las: „Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluss vieler Gottloser. Denn der Gottlosen Arm wird zerbrechen, aber der HERR erhält die Gerechten“. (Luther 1984.Die Hervorhebungen stammen von mir)
„Es sieht also nicht gut aus für die Gottlosen“, kommentierte ich. „Lies mal Vers 20, da wirst du sehen, dass es noch schlimmer wird.“ Er las weiter: „Denn die Gottlosen werden umkommen; und die Feinde des HERRN, wenn sie auch sind wie prächtige Auen, werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergeht.“
Dann fragte ich: „Möchtest du wissen, wer für Gott zu den Gottlosen zählt?“ „Ja“, sagte er. „Dann lies Vers 21.“ Er las: „Der Gottlose muss borgen und bezahlt nicht, aber der Gerechte ist barmherzig und kann geben.“
Was wird mein Freund tun? Ich weiß es nicht. Aber einer meiner Mentoren brauchte 14 Jahre, um eine rechtswidrig entstanden Schuld abzutragen, um die ihn eine größere Versicherungsgesellschaft betrogen hatte. Er sagte einfach: „Gehen Sie vor Gericht. Wir werden den längeren Atem haben – Sie werden also verlieren.“ Sein Anwalt und sein Wirtschaftsprüfer rieten ihm, Insolvenz anzumelden, aber er erwiderte: „Nein. Das kann ich nicht tun. Gott möchte, dass ich alle meine Rechnungen bezahle.“ Um das zu tun, fuhr mein Mentor lange mit einem alten Auto durch die Gegend und wohnte sehr bescheiden. Während dieser Zeit sah ich, wie Gott in und durch ihn wirkte und durch ihn buchstäblich tausende von Menschen berührte.
Das Beispiel meines Mentors gab mir Hoffnung und Mut, kleine Glaubensschritte während meiner finanziellen Nöte zu tun. Es motivierte mich, mein bestes zu geben, selbst wenn es oft so aussah, als wäre das bei weitem nicht genug. Im Ergebnis konnten meine Frau Liz und ich Gott dabei zusehen, wie er Tag für Tag unglaubliche Wunder wirkte. Ich weiß nicht, welchen Herausforderungen Sie entgegen gehen, aber ich weiß, dass Gottes Standard rechtes Leben heißt und andere gerecht behandeln, ohne Kompromisse.
Oswald Chambers stellte fest: „Eine der größten Fallen, in die wir hineinlaufen, ist die Annahme, dass Gott uns sicherlich zum Erfolg in der Welt führt, wenn wir glauben … Ein Leben im Glauben ist nicht ein glorreiches Gipfelerlebnis nach dem anderen, so als würde man auf den Flügeln eines Adlers getragen, sondern es ist ein Leben von Beständigkeit tagein, tagaus; ein Leben, in dem man ohne Stolpern geht (siehe Jesaja 40, 31) …. Das ist ein Glaube, der geprüft und erprobt ist und standgehalten hat.“
Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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ist CBMC Gruppenleiter. Dieser Text ist der Kolumne „The Fax of Life“ entnommen, die wöchentlich von CBMC Heartland, 1065 North 115 Street, Suite 100, Omaha, Nebraska, 6815-4423, USA veröffentlicht wird.