

„Investieren Firmen, die das Rechte tun besser, als ihre Konkurrenz?“ Dieser Frage ging Herb Greenberg für seine Kolumne „Market Watch“ (Marktbeobachter) im anerkannten Wirtschaftsblatt Wall Street Journal nach. Um eine Antwort zu finden, recherchierte er über Firmen, die für ihre Wohltätigkeit bekannt sind.
Greenberg stieß auf Recherchen von Dover Management über die Wohltaten von 500 Firmen, die im Standard and Poor’s Aktienindex stehen. Gesammelte Daten über eine Zeitraum von 5 Jahren ergaben, dass Firmen, bei denen wohltätige Spenden an ihren operativen Gewinn geknüpft waren, 3,5% erfolgreicher waren als ihre Konkurrenz.
Andere Studien, die Greenberg überprüfte, untermauerten mit Fakten sein Fazit: „Gutes tun, tut gut.“
Im Gegensatz zu diesem Schluss, erscheint es jedoch in der Geschäftswelt, als wäre man so sehr damit beschäftigt, die Aktionäre zu befriedigen, dass viele zu dem logischen Schluss kommen, jeder weggeschenkte Dollar schmälere den Gewinn und das Gesamtkapital. Aus diesem Grund erscheinen die Ergebnisse aus Greenbergs Recherchen rätselhaft und fordern zur Frage heraus: „Warum schneiden Firmen, die Wohltätigkeit vermeiden, schlechter ab als die, die großzügig geben?“
Sie werden keine befriedigende Antwort auf diese Frage bei den besten Bildungseinrichtungen der Welt finden. Stattdessen finden Sie sie in einem altbewährten Werk, auf das prominenter Ausbildungsstätten wie die Harvard Business School oder die Wharton School of Business nie kommen würden. Bei Galater 6, 9 im Neuen Testament der Bibel steht: „Werdet nicht müde, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen, in der ihr eine reiche Ernte einbringt. Gebt nur nicht vorher auf!“ Der Autor dieses Buches, der Apostel Paulus, lehrt eine Wahrheit, die wir in der Natur sehen: Wir werden ernten, was wir säen.
Das erscheint natürlich paradox im konventionellen Geschäftsdenken. Wie kann man Geld weggeben und am Ende mehr haben? Wenn es Gott nicht gäbe, würde sich konventionelles Denken sicherlich als wahr erweisen. Da Gott jedoch existiert und gutes Verhalten ermutigen und belohnen möchte, beweisen die Ergebnisse - durch Studien über geschäftliche Wohltätigkeit, wie z.B. von Greenberg dokumentiert - , dass die Maxime von Paulus wahr ist.
Führungskräfte börsennotierter Unternehmen müssen sensibel sein für die Ansprüche der Aktionäre, ohne Frage. Wenn Sie jedoch nachhaltig den Börsenwert steigern wollen, ergeben die Studien deutlich, dass wohltätige Zwecke, die Sie und das Führungsteam als wertvoll erachten, großzügig unterstützt werden sollten.
Wenn Sie über die Gewinne Ihrer Firma verfügen können, und auch bei Ihren persönlichen Finanzen, denken Sie daran, dass Sie ernten, was Sie säen. Versuchen Sie, heute ein paar Finanzsamen in Gottes Werk zu legen. Sie werden es nicht bereuen!
Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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