

Vor kurzem führte meine Frau ein sehr interessantes Gespräch mit einer Freundin, die wie sie als Sprechstundenhilfe in einer Arztpraxis tätig ist. Die Freundin beklagte sich über die Verschlechterung der Kundenbetreuung nicht nur im medizinischen Bereich sondern allgemein in der Geschäftswelt. „So gut wie ich nur irgendwie kann,“ sagte sie, „werde ich hervorragenden Dienst an den Patienten tun – egal, was die anderen machen.“
Was für ein erstaunlicher und lobenswerter Vorsatz! Ihre Anfangsbeobachtung scheint wahr zu sein quer durch alle Betriebe der Welt. In vielen Büros und Geschäften scheinen Kunden lästig zu sein, ein Ärgernis, ja eigentlich eine Zumutung. Das ist natürlich ein völlig lächerlicher Rückschluss, da ein Geschäft ohne Kunden schließen muss. Geschäfte und Kundenbüros sind für Kunden und Klienten da, nicht umgekehrt.
Sicher, oft betreten wir Arbeitsstätten, die ausgesprochen schwach besetzt sind. Deshalb sind wir überarbeitet, und es wird von uns viel mehr verlangt, als unser Arbeitgeber erwarten sollte. Zum Teil liegt es an der Technologie. Mit dem Rechner müssen wir die gleiche Menge Arbeit leisten, die früher von mehreren Personen erledigt wurde. Diese Tatsache ist jedoch keine Entschuldigung für lieblosen, unsensiblen Umgang mit dem wichtigsten Kapital einer Firma – unseren Kunden.
Wieder finden sich viele wertvolle Ratschläge für den Umgang mit anderen in der Bibel, deren zeitlose Weisheit heute genauso relevant ist wie vor einigen tausenden Jahren, als sie geschrieben wurde. Hier einige Beispiele:
Denken Sie daran, wie Sie gerne behandelt werden möchten. Wenn Sie in Versuchung geraten, Ihrem Kunden nicht die volle Aufmerksamkeit zu schenken, dann tauschen Sie mal im Geist den Platz mit ihm. Wenn Sie dort wären, wie würden Sie gerne behandelt werden? Handeln Sie dann danach, auch wenn es für Sie unbequem ist. „So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch.“ (Matthäus 7, 12; Lukas 6, 31). „Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!“ (Matthäus 22, 39; Markus 12, 31).
Stellen Sie die Bedürfnisse und Interessen des anderen vor Ihre eigenen. „Wenn ich mich nicht um mich kümmere, wer tut es dann?“ Das ist eine typische Frage unserer egozentrischen Gesellschaft. Aber wenn wir erst die anderen und ihre Bedürfnisse bedenken würden? Vielleicht wäre das ein Präzedenz, das einen Trend startet, dem andere folgen würden. „Weder Neid noch blinder Ehrgeiz sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil, denkt von euch selbst gering, und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht immer zuerst an euch, sondern kümmert und sorgt euch auch um die anderen.“ (Philipper 2, 3-4).
Überlegen Sie, wem sie eigentlich dienen. Es ist leicht - vor allem unter Zeitdruck und Abgabeterminen - den Blick für den zu verlieren, dem man dient. Ohne Kunden würde ein Geschäft fehlschlagen. Ohne unsere Vorgesetzten zu befriedigen, behalten wir nicht unseren Arbeitsplatz. Aber die besonderen Gaben und Talente, die wir für unsere Arbeit brauchen, kommen letztlich von Gott. Er erwartet, dass wir treue Verwalter über das sind, was er uns anvertraut hat, zu seiner Ehre. „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus!“ (Kolosser 3, 23-24).
Denken Sie daran, dass unser Handeln gegenüber anderen unseren Charakter reflektiert. Wenn Sie einen Eimer umstoßen, fließt das heraus, was drinnen ist. Kultivieren Sie aktiv eine Einstellung des Dienens, den Wunsch, Freundlichkeit und Fürsorge für andere zu zeigen? Oder versuchen Sie nur, Ihre eigenen Ziele zu erreichen? „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.“ (Galater 5, 22-23).
Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr(at)gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen,
wenn nicht anders angegeben.
CBMC INTERNATIONAL: Bob Milligan, President.
Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell(at)cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org
USA-Atlanta, Georgia
ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard