

(Bemerkung des Herausgebers: Dieser Artikel gehört zu einer vierteiligen Serie über Führung und dem Konzept der „Fortpflanzung“. Diese Serie versucht die Frage zu beantworten, wie effektive Führungspersonen hervorgebracht werden können, da die Menschen nicht nur hohen Zielen sondern überzeugenden Führungskräften folgen.)
In seinem Buch My History of Warfare (Mein Geschichtsbuch der Kriegsführung) beschreibt Feldmarschall Montgomery den berühmten Admiral Nelson folgendermaßen: „Von dem Moment an, als Nelson das Schiff betrat, ging eine magnetische Kraft von ihm aus; und ein bunt gemischter Haufen Männer ohne gemeinsames Ziel wurde eine Bruderschaft, und seine Kraft strahlte weit über sein eigenes Schiff hinaus…und wurde auf jedem britischen Schiff gespürt, das er kommandierte.“ Obwohl Montgomery es nicht formuliert, glaube ich dass ein Geheimnis der Macht Nelsons in dem lag, was er von seinen Untergebenen erwartete.
Ein bunt gemischter Haufen Männer ohne gemeinsames Ziel! Diese Formulierung erinnert mich an Jesus und an das Werk, das er vor ca. 2000 Jahren vollbrachte. „Als es hell wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte zwölf von ihnen aus...“ (Lukas 6, 13). Herbert Lockeyer, ein geachteter Bibelkommentator, macht folgende Beobachtung über Jesus und die Wahl seiner Jünger: „Er wählte Bauern, Dörfler und rauhe Fischer. Während die meisten von ihnen vom Handwerk lebten und aus moralischer Sicht offensichtlich achtbare Menschen mit einer Neigung zum Religiösen waren, so gab es doch kein Zeichen überdurchschnittlicher Fähigkeiten an ihnen, die ein Hinweis auf die ausserordentlichen Dienste wären, die sie später leisten würden.“
„Stellen Sie sich vor, der Herr hätte Seine erste Kirche in kultiviertem, reichem, seltenem und gehobenem Stil gebildet…NEIN! Für uns sind seine Jünger keine überdurchschnittlichen Männer, denen unsere Schwächen, Versuchungen und Schwierigkeiten fremd sind. Jesus wählte zwölf typische, repräsentative Männer…“, so Lockeyer.
Seine Wahl basierte darauf, was einmal aus ihnen würde, nicht was er vorfand. Sie waren einzigartige Individuen, keine zwölf identischen Kopien, Nachahmungsmaschinen oder Gipsfiguren aus derselben Form. Petrus z.B. war mutig und impulsiv; Thomas tendierte zu Melancholie; Johannes war still und nachdenklich, Matthäus Steuereinnehmer für Rom, Simon war Zelot, hasste Steuern und war ein Rebell gegen Rom.
Drei Jahre lang trainierte Jesus diese Mannschaft mit der Erwartung, dass daraus eine Bruderschaft mit einem gemeinsamen Ziel entstehen würde. „Es gab eine Menge Spreu mit wenigen Weizenkörnern unter diesen Männern, die sorgfältiger Sortierung bedurften, aber Jesus war dieser Aufgabe gewachsen. Versprechende Keime waren vorhanden und würden zu gegebener Zeit perfekte Frucht bringen. Er glaubte an Seine Männer,“ schreibt J.C. Greenbough.
Nehmen wir unsere geschäftliche Verantwortung auf ähnliche Weise wahr? Ist es unser Ziel, die Gaben und Fähigkeiten unserer Mitarbeiter zu entdecken, auch wenn diese nicht immer offensichtlich sind? Stellen wir hohe – aber erreichbare – Erwartungen an unsere Angestellten, sogar Kollegen mit dem Ziel, sie zu motivieren und inspirieren, damit sie mehr erreichen, als sie je für möglich gehalten hätten?
Viele Männer und Frauen haben erste Erfolgsmomente durch Ermutigung und Herausforderung durch Menschen gespürt, die ihre Stärken erkannten, bevor sie es selber konnten. Denken Sie nur daran, wie Petrus - einer der führenden Kräfte der ersten Kirche - empfunden hat, als Jesus sagte: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt: Fels“ (Johannes 1, 42 Luther 1984).
Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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aus „The Challenge“ Aus „Take Three on Monday Morning“ veröffentlicht, welches von Robert D. und Robert L. Foster geschrieben und veröffentlicht wird. Der Text darf mit den korrekten Angaben gerne weitergegeben werden. Fragen und Kommentare bitte an 29555 Goose Creek Rd., Sedelia, CO 80135 richten oder per E-mail an lostranch@aol.com