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Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

FÜHRUNG DURCH INDOKTRINATION (38. KW)

 

(Bemerkung des Herausgebers: Dieser Artikel gehört zu einer vierteiligen Serie über Führung und dem Konzept der „Fortpflanzung“. Diese Serie versucht die Frage zu beantworten, wie effektive Führungspersonen hervorgebracht werden können, da die Menschen nicht nur hohen Zielen sondern überzeugenden Führungskräften folgen.)

Das dritte wichtige Element bei der Fortpflanzung neuer, fähiger Führungskräfte ist das „Prinzip der Indoktrination“. Die Autoren Warren B. Bennis und Burt Nanus beginnen ihr Buch Leaders: Strategies for Taking Charge (Führungskräfte: Strategien zur Führungsübernahme) mit dem Satz: „Führungsstil ist in jedermanns Munde. Die Jungen greifen ihn an. Die Alten werden wehmütig. Eltern haben ihn verloren; Polizisten suchen ihn. Experten nehmen ihn für sich in Anspruch; Künstler verachten ihn; Gelehrte hätten ihn gerne. Bürokraten tun so, als beherrschten sie ihn; Politiker bräuchten ihn.“

Als König Odysseus in den Trojanischen Krieg loszog, ließ er seinen Sohn in den Händen eines weisen alten Mannes namens Mentor. Er wurde mit der Aufgabe beauftragt, dem jungen Mann Weisheit beizubringen. Durch die Jahrhunderte hat das Wort „Mentor“ die Bedeutung „weiser und verantwortlicher Betreuer“ bekommen. Er soll ein erfahrener Führer sein, der berät, leitet, unterrichtet, inspiriert, herausfordert, korrigiert und als Vorbild dient.

In der Bibel steht ein Vers im Buch der Sprüche, der auf diese Mentorenbeziehung angewendet werden kann: „Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen.“ (Sprüche 27, 17). Diese Art des Unterrichts und wachsender Beziehung verläuft sowohl horizontal als auch vertikal. Sie bedeutet persönliches Engagement, und ein Austausch zweier Individuen, der beiden dient. Die Bibel, die ein erstaunlich aktueller praktischer Führer durch das 21. Jahrhundert ist, weist einige hervorragende Beispiele solcher lohnender Beziehungen nach: Barnabas und Saulus; Paulus und Timotheus; Mose und Josua; Elia und Elisa sind nur vier von vielen, die man in der Bibel finden kann.

In jedem dieser „Mann-zu-Mann“ Wechselbeziehungen gab es gemeinsame Elemente: Übung in gesicherter Umgebung; Anweisungen und Ratschläge, wenn der Zuhörer für eine Lektion bereit war; Aufzeigen durch das eigene Vorbild, während der Mentor durch die Alltagssituationen führte und das Tempo bestimmte.

Das populäre Wort für Training in der heutigen Geschäftswelt heisst „Coaching“. Ich persönlich bevorzuge den Begriff „Vorbild sein“, da es eine Haltung beinhaltet, die einer Nachahmung wert ist. Wenn einer Führungsperson gefolgt oder diese imitiert wird, so sollte das nur aufgrund ihres bewundernswerten Charakters, ihrer Exzellenz, ihres Wertes und guten Rufes – idealer weise sowohl geschäftlich als auch persönlich - geschehen.

In seinen Artikeln über solche empfehlenswerte Führungspersönlichkeiten bietet der Autor und Referent Chuck Swindoll folgende Ansicht: „Solche seltenen Funde sind Anführer, keine Götter. Sie sind ansprechbar und fürsorglich, die uns dabei helfen, unseren Weg durch das tägliche Lebenslabyrinth zu finden ohne zu schreien und kommandieren. Mentoren verstehen es, uns zu strecken, ohne uns zu verletzen. Uns zu bestätigen, ohne uns zu schmeicheln; uns zum Denken zu bringen, ohne ihre Antworten geben zu müssen; uns loszulassen ohne uns zu verlassen. Sie sind immer da, auch wenn sie 1000 Meilen entfernt sind. Sie werden unsichtbare Partner, die uns Ermahnungen und Hoffnung einflüstern auf unserem Weg zu Vorzüglichkeit.“

Während seiner Zeit auf dieser Erde hat Jesus eine handvoll Männer so effektiv begleitet, dass seine Mission noch heute läuft mit unzähligen Millionen von Anhängern. Er sagte zu ihnen: „ ‚Kommt mit mir. Ich werde euch zu anderen Fischern machen. Ich werde euch zeigen, wie ihr Männer und Frauen statt Barsch und Lachs fangt.’ Sie stellten keine Fragen, ließen einfach ihre Netze fallen und folgten ihm.“ (nach Matth. 4, 19-20). Durch seinen Charakter und sein Vorbild zeigte sich Jesus als wert, dass man Ihm folgte.


Übersetzung:

Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.


CBMC INTERNATIONAL:
Bob Milligan, President. Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell@cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org

Der Autor

Robert D. Foster

USA

aus „The Challenge“ Aus „Take Three on Monday Morning“ veröffentlicht, welches von Robert D. und Robert L. Foster geschrieben und veröffentlicht wird. Der Text darf mit den korrekten Angaben gerne weitergegeben werden. Fragen und Kommentare bitte an 29555 Goose Creek Rd., Sedelia, CO 80135 richten oder per E-mail an lostranch@aol.com

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