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GEWÖHNLICHE MENSCHEN – MIT EINER UNGEWÖHNLICHEN BERUFUNG (18. KW)

 

Vor einiger Zeit erschien eine Geschichte aus London, die dazu führte, dass viele Menschen alte Gefäße suchten und untersuchten. Dieser Geschichte zufolge stand im Eingang einer anerkannten englischen Kirche ein schäbiges, altes Gefäß. Niemand wusste, wie es dahin gekommen war, und es hatte scheinbar schon immer dort gestanden. Jemand hatte es in eine Ecke gestellt, und es wurde oft als Schirmständer während der Gottesdienste oder anderer Aktivitäten benutzt.

Eines Tages verließ ein Archäologe den Gottesdienst am Sonntag und bemerkte etwas an diesem Gefäß, als er seinen Schirm herausnahm. Er traute seinen Augen nicht; es erschien zu unglaublich, um wahr zu sein! Dieser unbrauchbare „Pott“ entpuppte sich als prähistorisches Gefäß mit einem unschätzbaren Wert. Unnötig zu sagen, dass die Tage als Schirmständer mit sofortiger Wirkung vorbei waren. Heute hat dieses Gefäß einen Ehrenplatz in einem bekannten englischen Museum gefunden.

Dieser Zeitungsartikel erinnert mich an den oft zitierten Vers in der Bibel, der die Jünger Jesu beschreibt: „Diesen kostbaren Schatz tragen wir allerdings in einem zerbrechlichen Gefäß. Denn so wird jeder erkennen, daß die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt, von Gott kommt und nicht von uns selbst.“ (2. Korinther 4,7).

Ausserhalb des Normalen. Die eigentliche Aussage des Textes besagt, dass wir zwar alle in gewisser Weise ganz gewöhnlich sind, dass uns jedoch der Schöpfer Gott zu einem ganz besonderen, ungewöhnlichen Zweck berufen hat. Ein anderer Vers sagt ähnliches aus: „Dennoch bist du, Herr, unser Vater! Wir sind der Ton, und du bist der Töpfer! Wir alle sind Gefäße aus deiner Hand.“ (Jesaja 64, 7) Wie der Ton sorgfältig und gezielt in der Hand des Töpfers geformt wird, so macht es Gott mit uns – ob wir das bemerken oder nicht. Er weiss, was das Leben für uns bereithält. Ich habe schon viele Jahre gelebt, und eine Wahrheit die ich gelernt habe lautet, dass das Leben wesentlich mehr bietet als wir je erwartet hatten, als wir diese Reise namens „Leben“ antraten. Das Leben hat wunderbare, begeisternde Momente, aber insgesamt wird es für keinen ein erholsames Sonntagspicknick werden.

Der Alltagskampf. Mitten unter den lächelnden Gesichtern, dem Sonnenschein und Chören befinden wir uns in einem schweren Kampf mit einem Feind, der es darauf abgesehen zu haben scheint, auch unsere durchdachtesten Pläne zu unterwandern. Ob wir es wollen oder nicht, müssen wir diesen Kampf entschlossen und mutig ausfechten – ob im Geschäft, zuhause oder in unseren Gemeinden. Es hilft, wenn wir verstehen, dass Gott – unser Töpfer – letztendlich unsere Lebensumstände bestimmt. Wir beschweren uns vielleicht und jammern, aber unsere beste Antwort ist das anzunehmen, was uns im Leben begegnet und daraus das beste zu machen, was in unserer Macht steht. Die Bibel formuliert das so: „Wer seid ihr denn eigentlich, ihr Menschen, daß ihr meint, Gott zur Rechenschaft ziehen zu können? Glaubt ihr wirklich, daß sich der Schöpfer vor seinen Geschöpfen verantworten muß? Schließlich kann auch ein Töpfer aus einem Klumpen Lehm ein wertvolles oder ein gewöhnliches Gefäß formen.“ (Römer 9, 20-21).

Neue Kraft und Schönheit. Wissen Sie, was geschieht, wenn wir an dem Punkt angelangt sind, das Leben so zu akzeptieren, wie es sich uns bietet? Dann können wir das Feuer – den Schmelzofen der Lebensprüfungen und –härten – mit Hoffnung und Optimismus durchschreiten. Klar, oft ist es heiss! Vielleicht sogar unerträglich heiss! Aber wenn wir glauben, dass Gott das Feuer der Lebensnöte benutzt, um unser Leben zu gestalten, so wie Ton für besondere Gefäße geformt wird, werden wir nicht Sprünge bekommen und unbrauchbar werden. Tatsächlich wenn der Ofen dann geöffnet wird, und das Gefäß (Sie) ans Tageslicht kommen, dann werden Ihnen zwei Dinge auffallen: Sie haben beachtliche Kraft gewonnen und eine unvorstellbare Schönheit ist in Sie hinein gebrannt worden, die es vorher nicht gab.


Übersetzung:

Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.


CBMC INTERNATIONAL:
Bob Milligan, President. Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell@cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org

Der Autor

Robert D. Foster

USA

aus „The Challenge“ Aus „Take Three on Monday Morning“ veröffentlicht, welches von Robert D. und Robert L. Foster geschrieben und veröffentlicht wird. Der Text darf mit den korrekten Angaben gerne weitergegeben werden. Fragen und Kommentare bitte an 29555 Goose Creek Rd., Sedelia, CO 80135 richten oder per E-mail an lostranch@aol.com

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