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Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

DIE ERNTEZEIT IST DA – ABER DIE ZEIT (12. KW)

 

Schon als ich ein kleiner Junge war, hegte ich großes Interesse an China. Mein Vater war im Vorstand einer Organisation, die South China Boat Mission hieß. Und viele der führenden Mitarbeiter der China Inland Mission und ihre Familien waren Gäste bei uns zuhause, was zur Folge hatte, dass meine Schwester Catherine sich bei dieser Organisation bewarb.

Als ich etwas älter wurde, hörte ich am liebsten Lowell Thomas als Radiokommentator. Der erzählte immer spannende Geschichten von weit entfernten Orten wie Kanton, Shanghai und Tibet, und wie könnte ich je die über 2000 km lange Große Mauer in China und die Heldentaten von Dschinghis Khan vergessen?

Drei meiner College-Freunde reisten nach China – Paul, Bernie und Robbie. Bevor sie starteten, fragten sie: „Bob warum kommst du nicht mit uns, das wäre eine tolle Viererschaft!“ Sie reisten ab nach China, und ich kam nicht mit. Seitdem war ich jedoch öfters dort. Die Jahre sind vergangen, aber meine Liebe und Verbindung zu diesem Land und den Menschen bleibt eine Leidenschaft. Meine 17jährige Mitwirkung am English Language Institute of China wird durch folgende Geschichte verdeutlicht:

„Es war einmal ein Mann, der zwei wertvolle Getreidefelder hatte, eines nah bei und eines weit entfernt. Er sorgte gleichmäßig für beide Felder und brachte viele persönliche Opfer, um die kommende Ernte vorzubereiten. Der Mann hatte auch viele gute Arbeiter. Tatsächlich hatte er genau die richtige Anzahl an Mitarbeitern, um die Ernte einzubringen. ‚Ich brauche einige von euch für die Arbeit im nahen Feld und einige, die zu dem entfernten Feld gehen und dort eine viel größere Ernte einfahren.’ Er sagte das, weil das weiter entfernte Feld viel größer war als das nahe gelegene.

Aber es kam zu einer ungünstigen Entwicklung. Die Arbeiter hatten sich daran gewöhnt, bequem in der Nähe zu wohnen, und die meisten entschlossen sich dort zu bleiben. Das Leben war sehr geschäftig geworden: Rechnungen bezahlen, Karrieren voranbringen, Häuser kaufen und an die Altersvorsorge denken. ‚Aber wenn wir damit fertig sind’ sagten sie ‚dann werden wir bei der Ernte mitmachen.’

Einige der Arbeiter zogen jedoch zu dem entfernten Feld, und sie erlebten eine unglaublich reiche Ernte. Sie fühlten sich gesegnet, aber weil es nicht genug Arbeiter gab, befürchteten sie, dass große Teile der Ernte verloren würden. Der Besitzer der Felder war auch sehr besorgt und hatte ein schweres Herz, weil er ja eigentlich genug Arbeiter für die gesamte Ente hatte, aber die meisten beim näheren Feld blieben.

Eines Abends als die Sonne fast untergegangen war, wusste der Besitzer, dass die Ernte bald vorbei sein würde. Er dachte bei sich: ‚Wenn meine Arbeiter doch nur einen Eindruck des gesamten Bildes bekämen, von dem was noch in den wenigen übrigen Stunden zu tun ist. Dann würden doch bestimmt mehr von ihnen zum entfernten Feld gehen, selbst wenn es schon so spät ist. Und dann könnte die gesamte große Ernte eingefahren werden – weit und nah –, bevor die Sonne zum letzten Mal untergeht und es zu spät ist.’“

Bei Lukas 10, 2 sagt Jesus folgendes zu seinen treuen Jüngern: «Die Ernte ist groß, aber es gibt zu wenig Arbeiter, die sie einbringen. Deshalb bittet Gott, den Herrn der Ernte, daß er mehr Arbeiter aussendet, die seine Ernte einbringen.“ Für jeden von uns gibt es viel fruchtbare, erfüllende Arbeit, die getan werden kann und eine begrenzte Zeitspanne, in der wir sie erledigen können. Ob es heisst, eine große Firma aufbauen, eine Familie versorgen, persönliche Fähigkeiten entwickeln oder anderen Menschen dabei helfen, den Sinn in ihrem Leben zu finden, wir haben nur begrenzte Zeit dafür. Eines Tages wird es zu spät sein mehr zu tun, und dann wird das Vermächtnis des Lebens – gut oder schlecht, klein oder groß – feststehen.

Um uns herum ist die Ernte groß: Arbeiten Sie vielleicht in dem falschen Feld aus Bequemlichkeit?


Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.


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Der Autor

Robert D. Foster

USA

aus „The Challenge“ Aus „Take Three on Monday Morning“ veröffentlicht, welches von Robert D. und Robert L. Foster geschrieben und veröffentlicht wird. Der Text darf mit den korrekten Angaben gerne weitergegeben werden. Fragen und Kommentare bitte an 29555 Goose Creek Rd., Sedelia, CO 80135 richten oder per E-mail an lostranch@aol.com

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