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Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

WARUM ES SICH LOHNT ZU WARTEN – SO LANGE WIE ES DAUERT! (48. KW)

 

Phillip Brooks, ein ehemaliger Pastor aus Boston, antwortete auf die Frage, warum er in so großer Aufregung sei: „Ich habe es eilig, aber Gott nicht.“

Diese Antwort erinnerte mich an einen Artikel aus der Zeitschrift National Geographic vom März 1996 mit dem Titel „Kaiser im Eis“. In diesem Artikel stand folgende unglaubliche Aussage: „Im tiefsten arktischen Winter pflegen diese königlichen Vögel ihre Jungen bei unerbittlichem Blizzard, bedrückender Dunkelheit und monatelanger, tödlicher Kälte, die auf –70° F sinkt.“ (Experten haben mir bestätigt, dass sehr kalt ist!)

Der weibliche Pinguin legt ein Ei auf das Eis. Dann geht sie sofort weg, um Nahrung zu suchen und Freunde zu sehen, jedoch nicht, bevor ihr Partner, der Kaiser,sich auf das Ei gesetzt und sofort vollständige Verantwortung für das Ausbrüten übernommen hat.

Und er muss sitzen. Der Kaiser hockt neun ganze Wochen auf diesem Ei, ist also zwei Monate lang den härtesten Wetterbedingungen ausgesetzt, die es auf der Erde gibt. Das Pinguin-Männchen wartet instinktiv, er weiss nicht genau warum, ausser dass sein Instinkt es ihm so diktiert. Jedes Jahr machen das bis zu 400.000 Kaiserpinguine – sie sitzen und sitzen 65 Tage lang auf einem Ei von der Größe eines Softballs. In dieser Zeit, so der Artikel, verlieren sie bis zur Hälfte ihres Körpergewichtes.

Die Geduld des Vogels lohnt sich. Irgendwann kommt seine geliebte Kaiserin zurück. „Unter den gierigen Blicken des verhungerten Vaters füttert sie dem Küken diverse Köstlichkeiten, ohne Papa auch nur einen Krümel abzugeben. Er muss seinen eigenen Schnellimbiss finden, der zwischen 50 und 100 Meilen auf dem Eis entfernt sein kann. Kein Abschiedskuss, keine Umarmung für den Kaiser.“ Seine Höchstgeschwindigkeit? Eine halbe Meile pro Stunde. Es wird eine ganze Weile noch kein Essen geben!

Vielleicht können wir uns die harschen Bedingungen nicht vorstellen, denen der Kaiserpinguin ausgesetzt ist, aber jeder von uns weiss, was es bedeutet auf unserer Version Eis und Ei zu hocken. Das mögen sehr gute Ideen, Pläne oder kreative Aktionen sein, die nur ausgebrütet werden können, wenn man genug Zeit auf dem „Ei“ verbracht hat.

Das ist ein wunderbares Prinzip, das wir von diesem erstaunlichen Vogel lernen können, der solche Ausdauer zeigt, weil er es nicht besser weiss. Dieses Prinzip wird nach meinem Ermessen in folgendem Bibelabschnitt sehr treffend formuliert: „Aber ihr müßt standhaft bleiben und tun, was Gott von euch erwartet. Er wird euch alles geben, was er zugesagt hat ... Doch wir gehören nicht zu denen, die zurückweichen und verlorengehen. Wir gehören zu denen, die am Glauben festhalten und das ewige Leben gewinnen.“ (Hebräer 10, 36 + 39).

Wir leben in einer Gesellschaft – und Welt – in welcher der hoch angesehen ist, der viel zu tun hat. Je mehr wir uns bewegen, je mehr Projekte wir gleichzeitig laufen haben, desto produktiver sind wir – so glauben wir – und deshalb müssen wir auch die besseren Geschäftsleute sein. Das klingt richtig und wahr. Aber wenn wir die Lektion des Kaiserpinguins lernen, wissen wir, dass das nicht unbedingt stimmt. Hüten Sie sich vor der Leere der Geschäftigkeit.

Einmal sah ich einen jungen Mann herumrennen, in Gedanken offensichtlich bei einer Masse Projekte und Ideen. „Wohin gehen Sie?“ fragte ich. „Ich weiss es nicht,“ antwortete er, „aber ich komme sehr schnell dorthin!“ Von jemand anders hatte ich es mal anders gehört: „Je beeiligter ich gehe, desto hinterherer bin ich.“ Lassen Sie sich nicht in diese Falle locken. Aktivität bedeutet nicht unbedingt Produktivität, besonders wenn sie hektisch und kurz vor dem Kontrollverlust geschieht.


Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: rainerflohr@t-online.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

CBMC INTERNATIONAL: Bob Milligan, President. Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749 Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA. E-mail: nbrownell@cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org

Der Autor

Robert D. Foster

USA

aus "The Challenge", aus "Take Three on Monday Morning" veröffentlicht, welches von Robert D. und Robert L. Foster geschrieben und veröffentlicht wird. Der Text darf mit den korrekten Angaben gerne weitergegeben werden. Fragen und Kommentare bitte an 29555 Goose Creek Rd., Sedelia, CO 80135 richten oder per E-mail an lostranch(at)aol.com

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