

Eines morgens wachte ich auf mit zwei Wörtern im Gedächtnis: “großmütig“ und „gnädig“. Innerhalb von zwei Stunden hatte ich einige Gelegenheiten, sie einzusetzen:
Nachdem ich Zuhause angekommen war, beschloß ich, der Bedeutung meiner beiden Wörter nachzuschlagen:
GROSSMÜTIG: Großzügiges Vergeben zugefügter Beleidigungen oder Verletzungen. Weder nachtragend noch eifersüchtig. Größe der Seele. Hochherzig.“ Gleich mußte ich an Onkel Abrahams denken, der sich den unbescheidenen Wünschen Lots neigt und ihm den Vortritt zu den besseren Ländereien läßt (Genesis 13).
GNÄDIG: „Freundlichkeit, die auf das Wohl des Nächsten bedacht ist.“ Der Vater war gnädig zum verlorenen Sohn, indem er ihm das Erbe ausbezahlte und ihn dann wieder aufnahm, nachdem der alles durchgebracht hatte (Lukas 15, 11-31).
In der Hitze des Gefechtes, bestehen wir den Test der Gottnähe nicht durch unsere Aktionen sondern durch die Reaktionen:
„Ein weiser Mensch gibt acht auf seine Worte, denn wer sich selbst beherrschen kann, ist vernünftig“ (Sprüche 17,27).
FRAGE: Betrachten verlorene Freunde und Bekannten unsere Reaktionen auf die immerkehrenden und unvermeidlichen Irritationen des Lebens als großmütig und gnädig? Ist es uns wirklich ernst damit, sie für das Evangelium zu gewinnen? Genau diese ist es, was sie beobachten sollten.
Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: rainerflohr@t-online.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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