Eine der typischen Merkmale in vielen Kulturen ist immer mehr haben zu wollen. Wir erwarten, daß das Leben einen gewissen Verlauf nimmt aufgrund dessen, was wir im Fernsehen, der Zeitung oder Büchern entnehmen. Wenn also das Leben nicht also nicht so verläuft wie wir es erwarten, dann wissen wir nicht damit umzugehen – wir suchen Hilfe bei Tabletten, Therapy oder Selbsthilfe-Büchern. Im Philipperbrief 4,12 steht: „Ob ich nun wenig oder viel habe, beides ist mir durchaus vertraut, und so kann ich mit beidem fertig werden.“
Kennen Sie Menschen, die zufrieden sind? Wenn Sie die Eigenschaften dieser Menschen auflisten müßten, was würden Sie erwähnen? Über diese Frage habe ich kürzlich nachgedacht, nachdem ich mit einem Mann gesprochen hatte, der zufrieden werden wollte. Da stellte ich diese „sieben Gebote zur Zufriedenheit“ auf.
- Du sollst dich nicht auf dich selbst konzentrieren. Jemand hat gesagt: “Einer, der sich nur um sich selbst dreht hat einen winzigen Radius.“ Ein in sich gesponnenes Leben führt nicht zu Zufriedenheit.
- Du sollst nicht in der Vergangenheit leben. Schränke dein wünschen und bereuen ein. Genieße das Heute. Rückspiegel haben ihren Wert aber sie sind schlechte Windschutzscheiben. Ich habe folgendes gehört: „Gestern ist Geschichte, morgen ist ein Geheimnis, aber das Heute ist ein Geschenk. Deshalb heißt Gegenwart auf Englisch present (= Geschenk).“ · Du sollst nicht zu schnell vorangehen. Die meisten von uns leben in einem sehr schnellen Tempo. Wir müssen einfach verlangsamen. Wir vermissen das Leben, während wir wichtigere Dinge planen!
- Du sollst aus Widerständen lernen. Ein kleiner Junge kletterte mit seiner Schwester einen steinigen Berg hinauf und sie sagte. „Ich hasse diese Buckel und Steine. Sie tun meinen Füßen weh und machen mich müde.“ Der kleine Junge antwortete: „Du, durch die Buckel kommst du doch überhaupt den Berg hinauf.“ Das stimmt im Leben genauso. Die schwierigen Zeiten (Buckel und Steine) können zwar schmerzen aber wirkliche Wachstumsperioden sein. Gott verschwendet nie einen Schmerz.
- Du sollst viel lachen. Einige Menschen genießen das Leben; andere ertragen es. Das Lachen macht einen Unterschied. Paulus sagt: „Freut euch, daß ihr zu Jesus Christus gehört. Und noch einmal will ich euch sagen: Freut euch!“ (Philipper 4,4).
- Du sollst dich selbst nicht zu ernst nehmen. Ich habe oft gesagt: „Ich nehme meine Arbeit ernst, aber nicht mich selber.“ Lach dich an. Das Lachen ist wie Medizin, steht in der Bibel. Hier ein Gedanke: Nimm Gott ernst statt dich selbst.
- Du sollst immer freundlicher sein als notwendig. Früher sah ich bei den Menschen nur die Verunreinigungen. Aber eines Tages beschloß ich zu versuchen, die Menschen zu verstehen und aus Gottes Perspektive anzusehen. Wissen Sie, was ich entdeckt habe? Was ich für Verunreinigungen hielt waren in Wirklichkeit Narben – und das ist ein riesiger Unterschied. Viele Menschen kämpfen echt harte Schlachten.
Merken Sie sich, Zufriedenheit kommt nicht von alleine. Man muß sie lernen. Ich fordere Sie heraus, diese sieben Gedanken in diesem Monat umzusetzen. Wie werden sich freuen, das getan zu haben.
Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr(at)gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen,
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