

Während eines Lebens verbringt der Durchschnittsmensch 100.000 Stunden bei der Arbeit; oft kommt jedoch Unzufriedenheit mit dem Job auf. Langeweile, Unausgefülltsein, Unterbezahlung und zahllose andere Gründe tragen zu dieser Unzufriedenheit bei. Ärzte, Hausfrauen, Verkäufer, Arbeiter und Manager – egal welcher Beruf – alle haben bei ihrer Tätigkeit ähnlichen Frust erlebt.
Selbst bevor die Sünde bei den Menschen einkehrte, hat Gott die Arbeit eingeführt. „Gott setzte den Menschen in den Garten von Eden. Er gab ihm die Aufgabe, den Garten zu bearbeiten und zu schützen“ (1. Mose 2; 15). Das erste, was Gott mit Adam tat, war, ihm Arbeit zu geben. Entgegen allem, was geglaubt wird: In der sündlosen Welt von Eden wurde die Arbeit zu unserem Vorteil initiiert. Sie ist nicht das Ergebnis des Fluches!
Nach dem Sündenfall wurde die Arbeit schwerer gemacht. „Deshalb soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren. Du bist auf ihn angewiesen, um etwas zu essen zu haben, aber er wird immer wieder mit Dornen und Disteln übersät sein. Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen, bis du stirbst“ (1. Mose 3; 17-19).
Die Arbeit ist so wichtig, dass Gott in Exodus 34;21 befiehlt: „Ihr sollt sechs Tage arbeiten.“ Im Neuen Testament ist Paulus genauso direkt: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ (2. Thessalonicher 3; 10).
Schauen Sie sich den Vers genau an. Es geht um Menschen, die nicht arbeiten wollen. Dort steht nicht: „Wer nicht arbeiten kann.“ Dieses Prinzip gilt nicht für die Menschen, die entweder körperlich oder geistig nicht in der Lage sind zu arbeiten. Es gilt für die, die arbeiten können, es aber vorziehen, nichts zu tun.
Ein guter Freund von mir hat einen Bruder, der Mitte 40 ist und immer von seinen Eltern unterstützt wurde. Er musste niemals die Verantwortung und Probleme, die mit einem Arbeitsplatz verbunden sind, tragen. Daraus folgt, dass sich sein Charakter nicht geformt hat. Er ist hoffnungslos unreif in vielen Bereichen des Lebens.
Ein Hauptzweck der Arbeit ist, den Charakter zu entwickeln. Während der Zimmermann das Haus baut, formt das Haus auch den Zimmermann. Seine Begabung, Fleiss, handwerkliche Geschicklichkeit und Urteilsvermögen werden verfeinert. Ein Beruf ist nicht nur eine Tätigkeit, die darauf ausgerichtet ist, Geld zu verdienen; er soll auch göttliche Seiten im Leben des Tätigen hervorbringen.
Für Wen Arbeiten Wir Wirklich?
Die Bibel lässt uns erkennen, dass wir eigentlich Gott und nicht den Menschen durch unsere Arbeit dienen. „Denkt bei allem daran, daß ihr für Gott und nicht für die Menschen arbeitet ... euerm Herrn Jesus Christus dient ihr und keinem anderen!“ (Kolosser 3; 23-24). Die Erkenntnis, dass wir in Wirklichkeit für Gott arbeiten, hat tiefe Auswirkungen. Denken Sie an Ihre Arbeitseinstellung. Wenn Sie Jesus Christus als Ihren Chef sehen würden, wären Sie nicht viel gewissenhafter in Ihrer Arbeit? Die wichtigste Frage, die Sie täglich vor der Arbeit beantworten sollten lautet: „Für wen arbeite ich?“ Sie arbeiten für Jesus. Wenn wir wirklich begreifen, dass wir für den Herrn arbeiten, verwandelt sich Frust in Zufriedenheit und sogar in Begeisterung, wenn wir unsere Arbeit als göttliche Berufung des Herrn ansehen.
Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr@gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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