

Rabbi Moshe, auf Suche nach einem Esel, ging zu Mullah Nasrudins Farm, um ihn um seinen Esel für ein bis zwei Tage zu bitten. Der Mullah brachte de Entschuldigung hervor, dass bereits jemand anders den Esel ausgeliehen habe.
Während er sprach, fing der Esel an, im Hinterhof zu schreien. Als er das hörte, machte Rabbi Moshe ein anklagendes Gesicht, woraufhin der Mullah erwiderte: „Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben, nachdem ein Eselswort für Dich scheinbar höher steht als meines!“ In den vergangenen Wochen haben wir angeschaut, was unser Esel (Geschäft, Karriere, Stellung, Geld, Besitz) uns zu sagen hat, indem wir die biblische Geschichte von Bileam hinzugezogen haben.
Diesmal sagt der Esel: „Hier bin ich! Benutze mich, um deinem Nachbarn etwas Gutes zu tun!“ „Den Nächsten so lieben wie sich selbst“ ist eine der wichtigsten Folgen, wenn man „den Esel an den Weinstock anbindet.“ Dieses wird praktisch dargestellt in der Geschichte des Barmherzigen Samariters, der auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho auf einen Juden stößt, der überfallen wurde. Der samaritische Reisende war barmherzig und kümmerte sich um den verletzten Juden. „Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte. Als er am nächsten Tag weiterreisen mußte, gab er dem Wirt Geld und bat ihn: ‚Pflege den Mann gesund! Sollte das Geld nicht reichen, werde ich dir den Rest auf meiner Rückreise bezahlen!‘“ (Lukas 10; 30-35). Barmherzigkeit in Aktion!
Das Geschäft des Samariters war es, seinen Nächsten zu lieben und die Gewinne des Geschäftes zu gebrauchen, um mitleidig und barmherzig mit denen umzugehen, die es brauchen. Eine Studie unter jungen Geschäftsleuten, die in der London Times wiedergegeben wurde (5. Sept. ’97), besagt, dass 2/3 dieser ehrgeizigen und reichen Menschen nicht glaubten, dass sie Verantwortung trügen für die, denen es schlechter ging als ihnen! Wie können wir also unsere Esel benutzen, um denen um uns zu helfen, die es brauchen? Letze Woche habe ich von einem holländischen Geschäftsmann gehört, der einen asylsuchenden Iraner aufgenommen hat. Eine andere Firma hat es sich zum Ziel gesetzt, dass das Personal aus mindestens 10% Behinderter bestehen soll. Eine Firma adoptiert Kinder und ermutigt die Mitarbeiter, das gleiche zu tun.
Sechs Firmen im holländischen Katwijk haben ehemalige Strafgefangene eingestellt in Zusammenarbeit mit einem Gefängnis in Den Haag. Eine große Herausforderung für uns christliche Unternehmer ist es, eine neue Dimension der „Verwalterschaft“ zu lernen. Das heisst zu lernen, wie man einige Gewinne der Firma „unökonomisch“ einsetzt wie der Samariter, der seinen Esel benutzte, um dem Nächsten zu helfen. Das kostete ihn Zeit und Geld. Jesus lobte den „gerissenen Verwalter“ in Lukas 16; 1-9, da er seinen Schuldnern die Schulden bis zu 50% erließ!
„So klug wie dieser Verwalter sollt auch ihr das Geld einsetzen, das so viele zum Unrecht verführt. Helft damit solchen Menschen, die eure Hilfe brauchen. Dann werdet ihr, wenn euch das Geld nichts mehr nützen kann, von Gott einen Platz im Himmel bekommen“ (Lukas 16; 9).
Das „goldene Gesetz“ in der Bibel heisst: „So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch. Das ist – kurz zusammengefaßt – der Inhalt der ganzen Heiligen Schrift“ (Matthäus 7; 12).
Ich weiss noch, wie ein Marketinggeschäftsführer seinen Vertriebsleuten eine Scheibe mit dieser goldenen Regel drauf übergab. Wenn die Verhandlungen hart waren, fragten die Verkäufer: „Wenn Sie jetzt in meinen Schuhen stecken würden, was würden Sie einen fairen Abschluss nennen?“ Das ist Mitgefühl, ein Treffen der Herzen. Eine Tat, die beide Seiten verbindet in einer gemeinsamen Aufgabe, die so geteilt wird, dass jeder davon profitiert!
Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr(at)gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen,
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