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Montags Manna
Ein Dienst für die internationale Geschäftswelt
Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

AN BEWÄHRTEN DINGEN FESTHALTEN (44. KW)

 

Sind Sie manchmal frustriert, wenn die Dinge nicht so laufen wie sie sollten? Vielleicht wenn der Computer sich aufhängt ohne Vorwarnung – und Sie sind gerade an einem sehr wichtigen Projekt. Oder wenn das Auto nicht anspringt und sie sowieso schon zu spät dran sind für die nächste Verabredung. Oder wenn Sie sich irgendwo befinden und kein Netz für Ihr Handy bekommen und einen wichtigen Anruf nicht tätigen können.

Kürzlich war ich ziemlich aufgebracht, weil der Geldautomat, der sich in meiner Nähe befindet, ausser Betrieb war. Ich steckte meine Karte in den Schlitz und fand auf dem Bildschirm folgenden Text: „Wir bitten um Entschuldigung. Der Automat ist z. Zt. nicht in Betrieb.“ Das war das dritte Mal innerhalb eines Monats und ich war sehr verärgert. „Was mache ich jetzt?“ fragte ich mich. Ich brauchte Geld und hatte keine Lust, etliche Kilometer mit dem Auto bis zum nächsten Automaten zurückzulegen.

Plötzlich kam mir die Erinnerung aus uralten Zeiten: „Was habe ich eigentlich gemacht, bevor Geldautomaten erfunden wurden?“ überlegte ich mir. Dann fiel es mir ein: „Ich habe früher immer einen Scheck ausgestellt!“ Bequemerweise hatte ich mein Scheckbuch bei mir, parkte meinen Wagen, betrat die Bank und stellte einen Scheck aus über die Summe, die ich brauchte. Diese einfache Lösung wäre fast untergegangen vor lauter Komplexität der modernen Technologie. Wenn Sie sich manchmal fragen, wie sie überlebt haben ohne PC, Handy, E-mail, Fax, Expresspost und anderen Neuheiten der letzten Dekade oder zwei, dann stehen Sie nicht alleine da. Es ist erstaunlich, wie schnell wir uns an die Neuerungen gewöhnen. Zum Beispiel würde ich als professioneller Schriftsteller niemals meinen Computer für eine elektrische Schreibmaschine aufgeben. Es wäre so, als würde ich Worte in Stein meisseln. Die sogenannten „guten alten Zeiten“ waren nicht wirklich so gut! Aber andere Dinge im Leben, also nicht die Wunder der Technologie, sind nicht konstantem Wechsel und Verbesserung unterworfen. Nehmen wir Weisheit zum einen. Es gibt viele Faktoren, die zum Erfolg am Arbeitsplatz beitragen, aber Weisheit muss an erste Stelle gesetzt werden. Eindrucksvolle Urkunden von hochkarätigen Bildungsinstitutionen mögen großes Wissen bescheinigen, das bedeutet aber nicht, dass man Weisheit hat – oder sie anwenden kann.

Ich erinnere mich an einen Arbeitskollegen, der keinen Tag am College verbracht hatte und auch keine hohe Position in unserer Firma bekleidete, aber wenn ich Weisheit suchte, um eine Entscheidung zu treffen, ging ich zu ihm. Er brachte mir einiges bei über Weisheit – im Geschäft und im Leben:

Weisheit ist unschätzbar.

„Glücklich der Mensch, der weise und urteilsfähig geworden ist! Er ist reicher als jemand, der Silber und Gold besitzt“ (Sprüche 3; 13-14). Weisheit muss nicht gehört werden. „Wer klug ist, überlegt sich, was er sagt; aber ein Narr spricht vorschnell und richtet Schaden an“ (Sprüche 10; 14). Weisheit wird bewundert. „Jeder bewundert einen klugen Menschen, ein Dummkopf aber wird verachtet“ (Sprüche 12; 8).

Weisheit denkt an die Konsequenzen „Wer ist klug? Jeder, der sich richtig einschätzen kann. Wer ist ein Tagträumer? Jeder, der sich selbst betrügt“ (Sprüche 14; 8).

Weisheit wählt einen sicheren Weg. „Wer unvernünftig ist, hat Spaß an Dummheiten; ein weiser Mensch handelt zielbewußt“ (Sprüche 15; 21).

Weisheit verhilft zur rechten Blickweise. „Ein vernünftiger Mensch bemüht sich um Weisheit, aber die Gedanken des Dummkopfes sind sprunghaft; er denkt nichts zu Ende und kommt auch zu nichts“(Sprüche 17; 24).


Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: Vera.G.Flohr(at)gmx.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen,
wenn nicht anders angegeben.

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Der Autor

Robert J. Tamasy

USA-Atlanta, Georgia

ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard

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