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Die IVCG

 
Ausgabe 01/99+12/98 

Zukunftshoffnung

 

Weihnachten hat etwas besonders Anziehendes für uns: Kinder träumen vom Christkind, vor unseren Augen erscheinen Weihnachtsbäume, verschneite Landschaften, funkelnde Kerzen, Berge von Geschenken und lächelnde Familien vor dem Kamin.
Die Wirklichkeit ist nicht so friedevoll wie unsere Vorstellung: überfüllte Fussgängerzonen und Geschäfte, äusserlicher Glanz und Glimmer. Solcher Stress kann zu einer richtigen Weihnachtsphobie führen. Spannung steigt, entlädt sich ... Für viele ist Weihnachten eine der schlimmsten Zeiten des Jahres. Der beste Weihnachtsbraten, der edelste Tropfen Wein und die festliche Kleidung verdecken oft die grosse innere Leere, das Fragen nach Sinn.

Einige Tage nach den Festivitäten beginnt ein neues Jahr, neue Herausforderungen, manche verbunden mit alten Problemen. Wo bleibt unsere Hoffnung? Aus welcher Quelle schöpfen wir Kraft und Motivation zu neuen, geforderten Leistungen? Wie setzen wir Prioritäten?
Klein und Gross kennt die Geschichte von Noah, der für sich und seine Familie sowie für viele Tiere eine Arche baute. Noah war ein weiser Mann Gottes, der seinen Glauben und sein Gottvertrauen in die Tat umsetzte. Von der Gesellschaft wurde er deswegen belächelt und verspottet. Noah setzte klare Prioritäten und kümmerte sich um die Zukunft seiner Familie. Im Vertrauen auf Gottes Zusage und Leitung baute er an seiner Arche - trotz äusserem Widerstand. Als dann der Tag des grossen Regens kam, war Noah vorbereitet. Er und sein Haus wurden gerettet.

Jesus nahm auf dieses Geschehen Bezug, als er mit seinen Jüngern über die Vorzeichen des Endes sprach: «Bei der Wiederkunft des Menschensohnes wird es wie in den Tagen Noahs sein. Damals vor der grossen Flut assen und tranken die Menschen, sie heirateten und wurden verheiratet - bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging. Sie merkten nichts, bis die Flut hereinbrach und sie alle hinwegraffte. So wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.» (Matthäus 24, 37-39)

Wie viele in dieser Welt stehen im Regen? Wie viele Karriereträume sind ausgeträumt? Wie viele Ehen zerrüttet oder zerbrochen, Beziehungen zerstört? Wie viele Kinder wünschen sich sehnlichst Zeit und Liebe von ihren Eltern?
Kann es sein, dass der Garantieschein für unser Leben und unsere Zukunft, den wir so selbstsicher in der Tasche hatten, auf einmal ungültig geworden ist?

Jeder Verlust, jede Krankheit und jedes Grab lässt unsere Seele aufschreien, löst ein geheimnisvolles Sehnen nach Sicherheit und Geborgenheit aus. Gott kennt dieses Verlangen. Deshalb sandte er vor bald 2000 Jahren seinen eigenen Sohn in diese Welt. Doch die Menschen lehnten ihn ab. Nach einem fehlerlosen Leben starb Jesus Christus am Kreuz von Golgatha, auf dass alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Auch heute noch spricht er zu uns durch sein Wort und seinen Geist. Doch wer will hören? Er wird wiederkommen als König und sein Reich in Wahrheit und Gerechtigkeit errichten. Doch wer rechnet mit ihm?
Ich möchte Mut machen, die Evangelien in der Bibel zu lesen unter dem Gesichtspunkt: Was bedeutet das für mein Leben, für meine Zukunft? Jesus Christus liebt jeden Menschen bedingungslos, er sucht Antwort auf seine Liebe. Er verspricht: Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet.

Es ist lebenswichtig, dass wir trotz Hektik im Alltag die Regenwolken wahrnehmen. So wie jede Unternehmung seriös versucht, die Entwicklungen der Zukunft vorauszusehen, Businesspläne und Konzepte zu erarbeiten, so verlangt unser persönliches Leben Werte und Antworten, die tragfähig sind für die Zukunft.

Ich bin daran, an meiner Arche zu bauen. Ab und zu liegt mein Schiff ungewollt in einer Schräglage, der Regen peitscht gegen die Wände. Stürme erheben sich in der Familie oder im Geschäft. Solche Krisen zeigen mir lecke Stellen, die der Ausbesserung oder Reparatur bedürfen. Ich habe mir vorgenommen, Nägel mit Köpfen einzuschlagen. Schräge Nägel halten nicht, sie müssen herausgerissen und ersetzt werden. Dabei ist es weniger schlimm, von der Gesellschaft belächelt zu werden, als blind und unvorbereitet in die Zukunft zu gehen.

Auf welcher Grundlage baue ich an meiner Arche?


Das Wort Gottes, die Bibel ist zukunftsorientiert und beinhaltet alle Konstruktionspläne für den Bau. Die Zukunft wird transparenter; konkrete Hoffnung ist da. Ich will mich weiterhin engagieren und den Weg gehen, den ich mit Gottes Hilfe erkenne. Er behält in allen Situationen den Überblick und Durchblick. Er macht keine Fehler, und er hält seine Versprechen. Diese Hoffnung ist meine Freude für die Zukunft. Sie ist Kraftquelle für jeden Menschen, der sie beanspruchen will.


Die Autorin

Elisabeth Schirmer

Elisabeth Schirmer

CH-Lausen

Mitinhaberin eines Unternehmens in der Uhrenbranche

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