

Gischt peitscht über das Deck, die Wellen werfen das Boot auf und nieder, starke Windböen erschweren das Kurshalten. Der sonst so friedliche See tobt. Nahe beim Steuerrad auf dem Boden sitzend, eine schützende Plane über mich haltend beobachte ich meinen Vater, wie er mit den Naturelementen kämpft. Seine Anspannung ist spürbar, der Ernst der Lage klar und doch zweifle ich nicht daran, dass er mit seiner Crew die mit gebrochenem Mast hilflos treibende Yacht retten und alle Beteiligten sicher in den Hafen zurücksteuern wird. Trotz widerlicher Umstände fühle ich mich sicher und geborgen – vertraue meinem Vater absolut.
Das gleiche Kind, das bei seinem Vater im größten Sturm ruhig sitzen kann, kriegt Schreikrämpfe, wenn es mit jemandem Auto fahren muss, dem es nicht vertraut. Dann kriecht die Angst bereits bei geringem Tempo den Nacken hoch und lässt die Fahrt zu einem Horror werden.
Was genau vermittelt uns Sicherheit? Wie relativ ist Sicherheit? Ist der Mensch nicht so angelegt, dass er intuitiv die sichere Seite sucht?
Selbst wenn ich im Leben offen war für Neues, in der Welt herumreiste, Herausforderungen suchte, wählte ich als risikoscheuer Mensch jeweils die vermeintlich ‘sichere’ Variante. Und doch gab es immer wieder Momente, wo die Tatsache aufleuchtete, dass Sicherheit, Geborgenheit, Vertrauen nie absolut sind.
Beispielsweise bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn: Der Wagen bleibt schrottreif stehen, der Schaden wird von der Vollkasko-Versicherung gedeckt. – Klar ist aber auch, dass selbst die teuerste Lebensversicherung das Leben der Insassen nicht hätte bewahren können. Oder wenn Partnerschaft und Familie, in die mit dem Wunsch nach Geborgenheit unermesslich viel investiert wurde, letztendlich doch zerbricht. – Auch die höchste finanzielle Abfindung kann menschlichen Schmerz nicht aufheben und seelische Wunden nicht heilen. Oder die Konfrontation mit einer unheilbaren oder chronischen Krankheit. Gute Krankenversicherungen ermöglichen die beste medizinische Versorgung; doch Heilung und persönliche Betreuung in echter Zuneigung und Fürsorge bleiben unkäuflich und unbezahlbar.
«Gottes Liebe trägt selbst dann, wenn wir aus menschlicher Sicht in Nöten, Sorgen und vor dem Schicksal kapitulieren. »
Ich fand meinen ‘sicheren’ Hafen – mit 38 Jahren – vor dem Traualtar. Vor Gott und vor menschlichen Zeugen bekannte sich mein Mann zu mir. Ein unbeschreibliches Gefühl! Endlich angekommen, sicher und geborgen!
Wie wunderbar war es, jemand zu haben, dem ich ganz und gar vertrauen konnte, weil er in Verantwortung vor Gott handelte. Jemand, der als Oberhaupt der Familie Entscheidungen traf und doch auf meine Meinung Wert legte.
Beide hatten wir innere Verletzungen aus Beziehungen. Beide waren wir in individuellen Lebenskrisen – vor unserem Kennen lernen – zu Jesus umgekehrt. Nicht zuletzt aus den gemachten Erfahrungen heraus pflegten mein Mann und ich unsere Beziehung und auch die mit Gott sehr bewusst.
Dass in dieser persönlichen Gottesbeziehung der Schlüssel zur größtmöglichen Sicherheit liegt, begriff ich, als mein Mann an Krebs erkrankte und innerhalb von sieben Wochen starb. Er wusste genau, wohin er ging: nach Hause, in die Ewigkeit, wie sie in der Bibel beschrieben ist. Mich und seine geliebten Töchter aus erster Ehe konnte er loslassen, weil er wusste, dass Gott für uns alle sorgen würde.
Und ich? Weder die Lebensversicherung noch materieller Wohlstand gaben mir Halt. Alles hätte ich eingetauscht, hätte es meinen Partner zurückgebracht. Nein – Gott und nahe stehende Menschen waren es, die mir halfen, den Weg weiter zu gehen. Trotz Momenten tiefster Sehnsucht, Stunden des Zweifelns, quälenden Fragen fühlte ich mich nicht einsam. Ich erkannte, dass Gottes Liebe selbst dann trägt und Sicherheit gibt, wenn wir aus menschlicher Sicht in Nöten und Sorgen vor dem Schicksal kapitulieren und ohne Antworten bleiben.
Ich weiß bis heute nicht, weshalb Gott uns nur vier gemeinsame Jahre schenkte, aber ich weiß, dass er durch meinen Mann tiefste, seelische Wunden in mir heilte und ich bin sicher, dass diese vier Jahre auch für ihn einzigartig schön waren. Zudem musste ich nicht in der Trauer stehen bleiben und bitter werden, sondern konnte aufbrechen zu Neuem.
Gottes Versicherungspolice schließt sämtliche Risiken prämienfrei mit ein
So hat das Leben meine Frage nach der Sicherheit und deren Relativität beantwortet. Für mich gibt es 100-prozentige Sicherheit nur bei Gott. Seine Versicherungspolice schließt sämtliche Risiken inklusive Naturkatastrophen, Schicksalsschläge und menschlichen Versagens mit ein und ist unbefristet gültig bis an unser Lebensende – ja sogar darüber hinaus! Zudem ist sie absolut prämienfrei! Der Versicherungsvertrag kann sogar mündlich abgeschlossen werden und klingt ähnlich wie ein Eheversprechen: «Ja, Herr, ich will! Ich will dein wunderbares Angebot annehmen, meine Schuld bei dir deponieren und fortan in Sicherheit und Geborgenheit mein Leben mit dir als bestem Ratgeber und Beschützer leben.»
_______________
Europartners ist eine Organisation von Christlichen Geschäftsleuten in Europa, Partnerorganisation der IVCG (http://www.europartners.org)