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Die IVCG

 
Ausgabe 01/08 

Was sagt die Bibel zur Zukunft?

 

Der Wunsch, einen Blick in die Zukunft zu werfen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Es gibt heute ein breites Angebot, sich die Zukunft ‘deuten’ zu lassen. Ist die Bibel auch eine solche Quelle der ‘Wahrsagerei’?

Für mich ist die Bibel die einzige zuverlässige Quelle, um die Zukunftspläne Gottes zu erkennen; also meine Basis, aufgrund derer ich meine Erkenntnisse ableite.

Wie es auf der Welt, die überwiegend ohne Gott lebt, aussieht, können wir täglich in den Nachrichten sehen oder lesen. Gott geht aber nach wie vor jedem einzelnen Menschen nach, um ihn in eine persönliche Gemeinschaft mit sich selbst zu bringen. Dazu hat Gott einen Plan gefasst, der sich Stück für Stück in der Geschichte der Menschheit entfaltet.

Wenn wir die Bibel rückblickend betrachten, haben sich mehrere hundert Jahre alte Prophetien vor unseren Augen erfüllt. Geben Sie uns dazu bitte ein konkretes Beispiel.

Israel hatte etwa 70 n.Chr. aufgehört, als Nation zu existieren. Der römische Feldherr Titus zerstörte Jerusalem, und die Israeliten wurden in die ganze Welt zerstreut. Genau wie es schon ca. 1400 Jahre v.Chr. durch Gottes Propheten angekündigt wurde: «Euer Land mache ich zu einer menschenleeren Wüste; sogar eure Feinde, die sich dort niederlassen, werden entsetzt darüber sein. Euch selbst vertreibe ich in fremde Länder und ziehe noch dort mein Schwert, um euch zu vernichten. Euer Land wird zur Einöde und eure Städte zu Trümmerhaufen.»1

Auch die Sammlung und Rückführung der Juden ab ca. 1860 und zuletzt die Gründung des Staates Israel 1948 wurden in der Bibel mehrmals vorhergesagt, so zum Beispiel ca. 600 Jahre v.Chr.: «Ich hole die Israeliten aus fernen Ländern und fremden Völkern heraus, von überall her sammle ich sie und bringe sie in ihr Land zurück.»2

Wie sieht die Bibel die heutige Zeit?

Die Bibel definiert zwei Gruppen Menschen: an Jesus Christus Glaubende und nicht an Jesus Christus Glaubende. Das Hauptkennzeichen der ersten Gruppe ist die Liebe: «Ihr sollt einander lieben, so wie ich euch geliebt habe. An eurer Liebe füreinander wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid.» Wie eine exakte Beschreibung der heutigen Zeit hört sich der Abschnitt im 2. Brief an Timotheus an: «...Dann werden die Menschen nur sich selbst und ihr Geld lieben. Wichtigtuerei und maßlose Selbstüberschätzung werden sie ebenso kennzeichnen wie Verleumdung, Ungehorsam ihren Eltern gegenüber, Undankbarkeit und Ehrfurchtslosigkeit...»3

Wie äußert sich denn Gottes Liebe gegenüber uns?

«Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.» Das ist seine ganz persönliche Aussage im Johannes- Evangelium.4

Was wird auf uns zukommen?

Nach einer Zeit der Trübsal wird Jesus Christus für alle sichtbar zur Erde zurückkehren,5 diesmal aber nicht um zu leiden und gedemütigt zu werden, sondern mit großer Macht und Herrlichkeit. Die Juden erkennen dann Jesus Christus als Herrn an6, und er wird eine neue Weltordnung des Friedens und der Gerechtigkeit aufrichten.


Es folgt schließlich das Gericht vor dem weißen Thron: Wer nicht ‘im Buch des Lebens eingetragen’ ist, erfährt den ‘zweiten Tod’, den endgültigen. 7 Für die zu Jesus Christus gehörenden jedoch schafft Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde, wo es keine Tränen und keinen Schmerz mehr gibt.8

Das klingt wie ein Märchen ...

Aber nichtsdestotrotz ist es die Wahrheit, weil Gott selbst es in seinem Wort, der Bibel, geoffenbart hat. Diese vorhergesagten Ereignisse zu Fall zu bringen, ist genauso unmöglich, wie die Zeit anzuhalten.

Sie haben aufgezeigt, wie Gott die Zukunft in der Bibel beschreibt. Was ist nun die Aufgabe eines Menschen, wenn er in diesem neuen Himmel und neuen Erde leben will?

Letztlich muss sich jeder ganz persönlich die Frage stellen: «Auf welcher Seite stehe ich? Stehe ich auf der Seite von Jesus Christus, oder auf der Seite der gottlosen Welt?» Es gibt keine Grauzone. Aber Gott zeigt auch hier den Weg zu ihm klar auf: «Wer durstig ist, der soll kommen. Jedem, der es haben möchte, wird Gott das Wasser des Lebens schenken.»

_______________

1 3. Mose, Kapitel 26, Sätze 32 und 33 sowie Jeremia, Kapitel 9, Satz 15 (ca. 700 Jahre v.Chr.)
2 Hesekiel, Kapitel 37, Satz 21 sowie Jesaja, Kapitel 11, Satz 12 (ca. 700 Jahre v.Chr.)
3 2. Timotheus, Kapitel 3, Sätze 1-8
4 Johannes, Kapitel 3, Satz 16
5 Sacharia, Kapitel 14, Sätze 3-5 und Matthäus, Kapitel 24, Sätze 29-31
6 Offenbarung, Kapitel 1, Satz 7
7 Offenbarung, Kapitel 20, Sätze 11-15
8 Offenbarung, Kapitel 21, Sätze 1-8

Der Autor

Walter Regez

Walter Regez

CH-Zürich

verheiratet mit Rosmarie Regez, Ausbildung zum Ing. agr. ETH, zuletzt Direktionspräsident eines großen Schweizer Milchverbandes; seit 40 Jahren Mitarbeiter der IVCG, u.a. ehemaliger Vorstandsdelegierter für die Schweiz und Mitglied des internationalen Vorstands

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