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Die IVCG

 
Ausgabe 06/07 

Nutzen und Vision, die weitere Dimension

 

Menschen, die direkt oder indirekt miteinander in Beziehung stehen, sich gegenseitig ergänzen und voneinander profitieren, bilden ein Netzwerk. Die beste Beschreibung eines solchen finde ich in einem Brief des Apostels Paulus. Dort vergleicht Paulus die Funktion eines Netzwerkes mit einem menschlichen Körper, der aus vielen einzelnen Teilen besteht, aber erst in seiner Gesamtheit die volle Wirkung entfalten kann.

Netzwerke begleiten unser Leben

Der Mensch ist auf Beziehung ausgerichtet; deshalb sind Netzwerke von zentraler Bedeutung für unser persönliches und berufliches Leben. Tatsächlich werden wir bereits in ein Netzwerk hineingeboren: unsere Familie. Dieses Netzwerk Familie erfüllt einen sehr wichtigen Zweck, nämlich die Geborgenheit und Liebe zu vermitteln, die ich als Mensch brauche. Mein persönlicher Nutzen liegt in dieser unvoreingenommenen Annahme und in der Entwicklung meiner Persönlichkeit. Damit ist dieses erste Netzwerk unseres Lebens elementar für unsere persönliche und berufliche Zukunft. Wichtige Eigenschaften wie Beziehungsfähigkeit und soziale Kompetenz werden in der Familie erlernt. Ob wir später zum Beispiel einmal gute Führungspersönlichkeiten werden, entscheidet sich deshalb zuerst hier, in jungen Jahren. Insofern sollte unser Leben mit einem hochqualitativen Netzwerk beginnen, in dem wir gut auf die späteren Herausforderungen vorbereitet werden. Interessant ist, dass dieses erste Netzwerk unseres Lebens auf einem wichtigen Prinzip beruht: wir sind angenommen und wertvoll, weil wir sind, nicht weil wir etwas leisten. Während wir in vielen anderen Netzwerken einen bestimmten Beitrag und damit Leistung erbringen, werden wir Teil unserer Familie einfach aufgrund unserer Existenz und ohne Gegenleistung.

Während unserer beruflichen Karriere bleiben wir weiter in Netzwerke eingebunden. Im Gegensatz zur Familie sind wir nun gefordert, Leistungen einzubringen. Weil Netzwerke aus Beziehungen bestehen, hängt die Effektivität eines Netzwerkes von der Qualität seiner Beziehungen ab. Damit kommt ein weiterer sehr interessanter Aspekt ins Bild, nämlich Beziehungsmanagement, also Führung. Die Führung von Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten ist die entscheidende Herausforderung für Menschen in Verantwortung. Unsere Führungskompetenz entscheidet maßgeblich über die Qualität unseres beruflichen Netzwerkes und damit über den Erfolg unserer Mission. Wo aber fängt Führung an? Da wir primär mit dem führen, was wir sind und ausstrahlen, beginnt Führung immer zuerst bei mir. Nicht die Führungsinstrumente sind das Entscheidende, sondern die Persönlichkeit des Führenden, seine persönliche Integrität.

Netzwerk und Vision

Unsere Zukunft wird von Menschen mit Visionen gestaltet. Zur Umsetzung dieser Visionen wiederum braucht es tragfähige Netzwerke. Seit meiner Jugend bewegt mich die Vision, Führungspersonen aus Wirtschaft und Politik in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Konkret geht es mir dabei um ganzheitlichen und langfristigen Lebenserfolg. Während eines Aufenthalts in Afrika entschieden meine Frau Evi und ich, fortan unser ganzes Leben in die Realisierung dieser Vision zu investieren. Uns war klar, dass dieses Anliegen viel größer ist als wir selbst und dass wir zur Umsetzung eine Plattform und ein damit verbundenes Netzwerk brauchen; denn Visionen können nur über Netzwerke realisiert werden. Um beides baten wir Gott. Gleich nach unserer Rückkehr kam ich in Kontakt mit Claude Schmutz und der von ihm gegründeten Stiftung ‘Leaders Integrity Foundation’. Dadurch eröffnete sich für uns sowohl die Plattform als auch das Netzwerk.

Der Zweck unserer Stiftung ist die Bewahrung und Förderung der persönlichen Integrität von Führungskräften. Es geht um ein Netzwerk freundschaftlicher Beziehungsfelder, um Ermutigung und um Unterstützung im Spannungsfeld zwischen äußeren Anforderungen und eigenen Bedürfnissen und Werten. Interessant an diesem Netzwerk ist, dass es mit einer übernatürlichen Dimension zu tun hat. Die Realisierung dieses Anliegens kann nur mit Gottes Hilfe gelingen. Ein äußerst spannendes Unternehmen!

Gottes Netzwerk

Der größte Netzwerk-Gründer aller Zeiten ist Jesus Christus. Jesus war auf Beziehung fokussiert, zuerst auf die Beziehung zu seinem himmlischen Vater, dann auf die Beziehung zu seinen engsten Mitarbeitern. Während seines Wirkens auf der Erde investierte er sich vor allem in seine zwölf Jünger und gab ihnen den Auftrag, ein globales Netz zu bauen. Zweck dieses Netzwerkes ist es, uns Menschen zurückzuführen in die liebenden Arme Gottes und seine uns zum Vorteil dienenden Maßstäbe zu etablieren.

Unser persönlicher Nutzen aus dieser Beziehung zu Jesus ist immens. Neben bedingungsloser Annahme und Vergebung erfahren wir auch persönlichen Frieden und Sinnfindung. Darüber hinaus erhalten wir Zugriff auf Ressourcen, die uns bisher verschlossen blieben, nämlich übernatürliche Kraft und Stärkung durch den Heiligen Geist.

Vor allem für anspruchsvolle Führungsaufgaben ist dies ein entscheidender Aspekt. Jesus macht uns damit fit für unsere Zukunft, aber noch mehr: er macht uns fit für die Ewigkeit. Die Bibel sagt uns, dass Gottes Sohn in die Welt kam und sein Leben für uns Menschen gab, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Was ist nun die Leistung, die ich dabei erbringen muss? Wie in der Familie werde ich bei Gott nicht akzeptiert, weil ich etwas leiste, sondern weil ich bin. Das Ticket für die Ewigkeit ist durch Jesus Christus bereits gelöst. Es liegt an uns, es einzulösen.

Neue Perspektiven

Wenn wir Teil von Gottes Netzwerk werden, eröffnen sich uns völlig neue Perspektiven. Jeder Mensch ist dazu geboren, ein erfülltes und bedeutungsvolles Leben zu führen. Um dieses Leben zu erreichen, brauchen wir eine Einbindung in etwas Größeres als wir selbst. Jetzt sind wir an einem globalen göttlichen Unternehmen beteiligt und berufen, darin einen besonderen Platz einzunehmen. Diese Berufung wohnt, bewusst oder unbewusst, in Form eines Traumes in unserem Herzen. Es geht darum, eine von Gott gegebene Vision zu verfolgen, die eigenen Stärken und Begabungen einzusetzen und 23 auf der Erde eine Spur zu hinterlassen. Diesen Traum, der viel mehr beinhaltet als Karriereziele, gilt es zu entdecken und zu leben. Dadurch bekommen wir eine Vision für unser Leben. Das Entdecken dieses Traumes gehört zum tiefen Sinn des Lebens, seine Realisierung zur persönlichen Erfüllung.

Wie wir beginnen

Der Eintritt in Gottes globales Netzwerk beginnt mit der Entscheidung, seinen Sohn Jesus Christus als persönlichen Herrn und Erlöser anzunehmen und sich für seine guten Pläne zu öffnen. Damit werden wir Teil von Gottes guter Strategie für diese Welt und dürfen zur Entwicklung seines Netzwerkes beitragen. Unser persönlicher Nutzen aus dieser Entscheidung betrifft nicht nur unser jetziges Leben, sondern darüber hinaus die ganze Ewigkeit. Welche Perspektive!

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1 1. Korinther, Kapitel 12, Sätze 12-27
2 Johannes, Kapitel 3, Satz 16

Der Autor

Johannes Grassl

Johannes Grassl

D-Cham

verheiratet mit Evi Grassl, eine Tochter Sarah Grace, selbstständiger Berater, Referent und Coach, Mitglied der Leaders’ Integrity Foundation

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