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Die IVCG

 
Ausgabe 05/09 

Lebens-Organisation

Der Begriff Organisation wird sehr vielfältig verwendet – und zwar sowohl im allgemeinen Sprachgebrauch als auch in der Betriebswirtschaft, Politik, Soziologie oder Informatik. Dies kann auch nicht verwundern, beschäftigt sich Organisation doch im Wesentlichen mit der Planung und Durchführung eines bestimmten Vorhabens.

Das für jeden einzelnen Menschen wohl wichtigste Vorhaben überhaupt ist sein eigenes Leben, wie er es plant und gestaltet, womit er seine Zeit füllt, welche Prioritäten und Ziele er für sein Leben setzt und wie er sie erreicht. So kann der Begriff also durchaus auch auf das Leben als Ganzes angewendet werden.

Wir sprechen etwa davon, jemand sei ‘gut organisiert‘, wenn wir meinen, dass er all seine Termine, seine Prioritäten und Aufgaben ‘fest im Griff‘ habe. Doch ist dies tatsächlich das Wichtigste, das wirklich Entscheidende für unser Leben? Eine Organisation kann lediglich den Rahmen, beispielsweise eine bestimmte Struktur festlegen, nicht jedoch die Inhalte. Der Ursprung des aus dem Griechischen abgeleiteten Begriffs bedeutet denn auch ‘Werkzeug’, bezeichnet also ein Hilfsmittel – nicht mehr und nicht weniger. So bedienen sich insbesondere große Unternehmen heutzutage zunehmend dieses Werkzeugs und geben sich in immer kürzeren Zeitabständen – manchmal im Jahresrhythmus – eine neue Organisation. Das gesamte Unternehmen wird neu strukturiert, ‘neu aufgestellt‘, wie man heute sagt – in dem einen Jahr werden Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eindimensional in Linie gegliedert, im nächsten Jahr in einer zweidimensionalen Matrixorganisation, einmal nach Regionen und Fachgebieten, ein anderes Mal nach Funktionen, Aufgaben oder Geschäftsprozessen.

Mit Hilfe von grafischen Organisationsplänen, so genannten Organigrammen, versucht man eine Unternehmensorganisation anhand von Kästchen und Linien übersichtlich darzustellen. Jedes Kästchen beschreibt darin eine Organisationseinheit; die Anordnung der Kästchen sowie deren Verbindungslinien definieren Weisungsbeziehungen beziehungsweise Abhängigkeiten der Organisationseinheiten untereinander und zeigen, ob sie hierarchisch oder auf gleicher Ebene angeordnet sind.

Nach vielen Jahren im selben Unternehmen hat man die meisten möglichen Organisationsformen und sogar auch schon Wiederholungen erlebt. Immer wieder gibt es neue Organisationspläne, wird die Anordnung der Kästchen verändert, wechseln die Namen der Personen und die Bezeichnungen der Organisationseinheiten in den Kästchen.

Dabei kann man die Erfahrung machen, dass jede Organisationsform ihre Vor- und Nachteile hat. Das eine Mal hat man beispielsweise bessere Synergieeffekte, dafür jedoch erhöhten Koordinationsaufwand – wie dies bei der funktionalen Organisation der Fall ist –, ein anderes Mal kürzere Kommunikationswege, dafür aber die Gefahr von Kompetenzkonflikten, wie bei der Matrixorganisation. So ließe sich die Liste der Vor- und Nachteile weiter fortsetzen.

Selbstverständlich ist dies auch Organisationstheoretikern längst bekannt. Weshalb also dann die aufwändige Umorganisiererei? Für die Unternehmensleitung gibt es gute Gründe: Sie verspricht sich davon einerseits Kosteneinsparungen, denn fast immer ist damit auch Personalabbau verbunden, andererseits erhofft man sich meist mehr Kundennähe, eine höhere Effizienz und letztendlich mehr Erfolg für das Unternehmen.

Immer wieder habe ich jedoch erlebt, dass das genaue Gegenteil der Fall war: Durch die häufigen Umstrukturierungen gab es alljährlich große Reibungsverluste und wochenlange Unruhe – sowohl auf Seiten der Mitarbeiter, die wissen wollten, in welchen Bereich, in welche Abteilung, unter welchem Vorgesetzten und an welchen Standort sie kommen würden, aber auch auf Seiten der Kunden, die sich unter Umständen ‘alle Jahre wieder‘ an neue für sie zuständige Vertriebsleute, Fachberater oder Servicetechniker gewöhnen mussten.

Als nach neuerlicher Umorganisation ein Vertriebsbeauftragter einmal einem Kunden den für ihn nun zuständigen x-ten neuen Vertriebsleiter vorstellen wollte, winkte dieser nur ab und meinte: »Die vielen Namen und Gesichter jedes Jahr kann ich mir sowieso nicht mehr merken …«

Welcher Werkzeuge und Hilfsmittel bedienen wir uns bei der Organisation, also bei der Planung und Durchführung unseres Lebens? Sind es immer die richtigen Werkzeuge? Oder sind die Werkzeuge, die wir benutzen, vielleicht stumpf und ungeeignet oder sogar gefährlich? Denken wir beispielsweise an übermäßiges Machtstreben und falschen Ehrgeiz oder an die übertriebene Gier nach immer mehr Geld und Besitz – die jüngste Finanzkrise hat uns deutlich gezeigt, wohin das führen kann.

Wir fragen uns: Wie und womit sollen wir unser Leben gestalten? Ganz bestimmt sollten wir nicht alle Jahre etwas Neues ausprobieren und unser Leben ständig umorganisieren, so wie manche Unternehmen es uns vormachen. Schließlich haben wir doch nur dieses eine Leben! Und ist unsere kostbare, begrenzte Lebenszeit nicht viel zu schade, um sie mit ‘trial and error‘, mit ‘Versuch und Irrtum‘ zu vergeuden? Die Frage ist also: Wem können wir unsere Lebensorganisation anvertrauen? Worauf ist wirklich Verlass? Meiner Erfahrung nach gibt es nur einen einzigen Adressaten, dem wir unser Leben getrost anvertrauen können: Gott – denn er ist der Schöpfer und Organisator allen Lebens. Und dabei können wir uns auf Gottes Wort, die Bibel stützen.

In der Bibel steht: »Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.«1 Der Volksmund sagt dazu: »Der Mensch denkt und Gott lenkt.« Wir Menschen können zwar planen, aber Gott kann unsere Pläne durchkreuzen. Doch wir wissen, dass Gott uns liebt und dass er uns nichts zumutet, was wir nicht imstande sind zu tragen. Und er hat uns verheißen: »Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.«2

Damit wissen wir uns geborgen in Gottes Hand – egal, was geschieht. Als Werkzeuge für ein gelingendes Leben hat Gott uns neben den Zehn Geboten die Aufforderung mitgegeben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand! Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber das zweite: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«3

Nur – das beste Werkzeug nutzt nichts, wenn wir es nicht anwenden. Wir sollten also versuchen, Gottes Wort aus der Bibel immer besser zu verstehen und auf unser eigenes Leben anzuwenden. Und wir werden die Erfahrung machen, dass uns das gut tut. Das sollte uns auch nicht erstaunen, denn unser Schöpfer weiß am besten, was gut für uns Menschen ist. Für mich als Christ liest sich die Bibel wie eine Gebrauchsanweisung für das Leben. Wenn wir uns an Gottes Wort halten, haben wir die beste Hilfestellung bei der Planung und Durchführung des eigenen Lebens, die wir uns denken können.

Also wagen Sie die Neuorganisation beziehungsweise Neuausrichtung Ihres Lebens mit Hilfe der Bibel! Wenn Sie wissen möchten, wie Sie das anstellen können, wenn Sie erfahren wollen, was die Bibel Ihnen persönlich zu sagen hat und wie Gottes Wort Ihnen bei der Organisation Ihres Lebens helfen und Ihr Leben verändern kann, dann besuchen Sie ein kostenloses Kurzseminar der IVCG. Hier werden Sie Menschen kennen lernen, die mit der Umsetzung bereits Erfahrungen gesammelt haben. Sie können Fragen stellen und sich austauschen.

Die aktuellen Termine und Veranstaltungsorte finden Sie auf der IVCG-Webseite www.ivcg.org unter -> Termine; klicken Sie weiter auf -> Gesprächsrunden. Wir freuen uns auf Sie.

 

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1 Sprüche, Kapitel 16, Satz 9
2 Römer, Kapitel 8, Satz 28
3 Matthäus, Kapitel 22, Sätze 37-39

 

Die Autorin

Sigrid v. Schmude

Sigrid v. Schmude

D-Berlin

Diplom-Mathematiker; fast 30 Jahre Tätigkeit in der IT-Branche, u.a. als Qualitäts-Manager, Marketing-Manager, Management-Berater und Dozent, seit 2007 freiberuflich und verstärkt ehrenamtlich tätig, verheiratet mit Dr. Lothar v. Schmude, zwei erwachsene Töchter

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