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Die IVCG

 
Ausgabe 04/07 

Zurück zu den Wurzeln

 

Da gibt es diesen Vater, der seinen Sohn aufgezogen, ihn alles gelehrt hat und in ihm auch seinen Nachfolger für das elterliche Geschäft sieht. Es mangelt dem Sohn eigentlich an nichts, er hat ein intaktes Umfeld, eine liebenswerte Familie und dazu noch eine tolle berufliche Perspektive. Aber er denktdarüber nach, wie er es an einemanderen Ort besser haben könnte. Er hat Träume, die er unbedingt verwirklichen will. Was zuerst nur ab und zu mal ein Blitzgedanke war, wird zum täglichen Gedankenkrieg. Er wünscht sich doch noch etwas mehr Macht, Besitz und vor allem will er frei und unabhängig vom Vater sein. Frei von jeglicher Verpflichtung! Während der Nacht quälen ihn die Gedanken. Eines Tages bittet er seinen Vater, ihm seinen Erbteil auszuzahlen. Der Vater respektiert die Entscheidung seines Sohnes und zahlt ihn aus.

Der Sohn verlässt seine Familie, zieht in die Ferne und gönnt sich so manches, was ihm gefällt: Ein sportliches Auto, tolle Partys inklusive schöner Frauen. Das Erbe ist schnell verprasst. Das Geld, die damit verbundene Macht und selbst die vermeintlichen Freunde sind – ganz schnell – Vergangenheit. Er steht an einem absoluten Tiefpunkt und muss in erbärmlichen Zuständen leben. Wieder hat er Träume und Sehnsüchte. Wieder quälen ihn Gedanken und der starke Wunsch nach einer ordentlichen Umgebung und einer neuen Perspektive. Der einzige Weg aus dem Tief hinaus ist der Weg zurück: Back to the roots! «Was, zurück?» Diese Gedanken kosten ihn alles! Seinen ganzen Stolz wird er aufgeben müssen, um sich auf den Nachhauseweg zu machen. Der Sohn trifft seine freie Entscheidung und macht sich auf den Rückweg, wo das unbegreifliche Ereignis stattfinden wird: Sein liebender Vater erwartet ihn mit offenen Armen und freut sich vorbehaltlos über seine Rückkehr… Millionen von Männern und Frauen der westlichen Gesellschaft befinden sich heute in einer ähnlichen Situation. Sie haben ein vermeintlich besseres Leben gesucht. Selbst dort, wo ihnen ein geistliches Erbe weitergegeben wurde, haben sie es nicht beachtet. Stehen sie nun vor einem oder gar mehreren Scherbenhaufen? Erkennt unsere Gesellschaft, dass es ihr an Grundwerten mangelt? Es ist offensichtlich, dass der Humanismus keine nachhaltigen Lösungen bietet. Wir sind wohl in vielem sehr weit fortgeschritten und dennoch befinden wir uns moralisch in einem erbärmlichen Zustand. Wir werden mit den Problemen nicht alleine fertig. Das Rollenspiel des verlorenen Sohnes ist in der Bibel, im 15. Kapitel des Lukas- Evangeliums nachzulesen. Die Schlussfolgerung ist richtig, dass sich Gott als liebender Vater um uns kümmern und unsere alltäglichen Dinge gerne ordnen will! Das ist Hoffnung und Zuversicht für jeden Menschen in jeglicher Lebenssituation.

Der Autor

Simon Schneider

Simon Schneider

CH-Grabs SG

Technischer Kaufmann, NDS FH Logistik/Informatik, Leiter der Corporate Warehouses eines Industriekonzerns, verheiratet mit Rahel Schneider-Saluz, zwei
Töchter im Alter von 4 und 2 Jahren

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