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Die IVCG

 
Ausgabe 02/07 

Alles im Leben hat seine Zeit … Bipolarität als Grundlage der Gesundheit

 

Die natürliche Bipolarität, die beim Energietransport erkennbar wird – elektrischer Strom fließt nur in einem Spannungsfeld zwischen den unterschiedlich geladenen Minus- und Pluspolen – wirkt auch auf den Menschen in Form eines permanenten Wechsels, der Zeit und Raum in eine ausgewogene Balance bringt. Nach den Prinzipien der rhythmischen Spiralkinetik ist nach einer Zeit voller Anspannung die gleiche Zeiteinheit für Entspannung erforderlich. Menschliches Leben ist auf einen gleichmäßigen Tag/Nacht-Rhythmus angewiesen, in dem gleichermaßen Zeit für Arbeit sowie für Ruhe, Erholung und Entspannung vorgesehen ist.

Stress in kontrollierbarer Form ist für den Menschen unverzichtbar; erst durch Stress werden Kampf- und Fluchtkorridore geöffnet. Ohne Stress hätte Kolumbus nicht die Neue Welt entdeckt, und die höchsten Gipfel wären nie von einem Menschen betreten worden.  

Stress aktiviert den Sympathikus (Kampfnerv), dessen Gegenspieler der Parasympathikus (Beruhigungsnerv) ist. Letzterer ist ein Gentleman, den man explizit auf die Bühne bitten muss. Der Mensch mit Stress kann durchaus leistungsstark, gesund und glücklich leben, wenn er regelmäßig auf Stille, Ruhe und Entspannung achtet.

Bereits im Alten Testament der Bibel wird auf den notwendigen Wechsel entgegengesetzter Aktivitäten hingewiesen: «Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit: Geborenwerden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Töten und Heilen, Niederreißen und Aufbauen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steinewerfen und Steinesammeln, Umarmen und Loslassen, Suchen und Finden, Aufbewahren und Wegwerfen, Zerreißen und Zusammennähen, Reden und Schweigen, Lieben und Hassen, Krieg und Frieden.»1

Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen hängen wesentlich von der bipolaren Steuerung des autonomen Nervensystems (Sympathikus und Parasympathikus) ab. Trifft Stress den Menschen wie ein Blitz aus heiterem Himmel, reagiert er automatisch mit Herzklopfen, Blutdruckanstieg, Hechelatmung und einer allgemeinen Muskelverspannung. Stress in chronischer Form bedeutet zu viel Anspannung, schwächt die Leistung und macht krank, weil der notwendige bipolare Ausgleich missachtet wird.

Der Entspannungsausgleich – die Aktivierung des Parasympathikus – ist allerdings kein Geschenk der Natur; der Mensch muss sich bewusst darum bemühen. Ausdauertraining, Stretching und bewusstes inneres zur Ruhe kommen sind trainierbar und können bei regelmäßiger Praxis ein Leben mit ständiger Beschleunigung in die Gegenrichtung der Entschleunigung führen.

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Auszug aus dem Buch von Gerd Schnack «Swing & Relaxx», Elsevier GmbH, München, ISBN-13:978-3-437-48190-1

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1 Prediger Kapitel 3, Sätze 1-8

Der Autor

Prof. Dr. Gerd Schnack

Prof. Dr. Gerd Schnack

D-Allensbach

Facharzt f. Chirurgie/Unfallchirurgie, Sport-, Musik- und Präventivmedizin, verheiratet mit Dr. Kirsten Schnack, Ernährungs- und Präventivmedizinerin zwei erwachsene Töchter

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