

Für ein Wohlfühlklima muss zuerst in jedem Fall das Raumklima stimmen, denn in einem Zugluft-, Kälte- oder Baracken- Klima lässt es sich einfach nicht lange wohl sein. Auch andere Parameter wie beispielsweise die Lage, Ausrichtung, Besonnung und die Haustechnik eines Gebäudes müssen stimmen.
Die größten Feinde für ein ausgewogenes Raumklima sind neben einer ungeeigneten Materialwahl Wohngifte. Zum Beispiel Asbest in Form von Spritzasbest oder in Faserzementplatten ist als Krebserreger bekannt. Dieser Erkenntnis entsprechend laufen seit langem Sanierungsmaßnahmen.
Formaldehyd aus Holzwerkstoffen und in Parkettböden ist seit den 70er Jahren ein Dauerbrenner. Obwohl bei Tierversuchen eine krebserregende Wirkung nachgewiesen wurde, wird Formaldehyd noch immer als Konservierungsstoff in Reinigungsmitteln, Shampoos, Deodorants und Weichspülern verwendet.
Holzschutzmittel enthalten in der Regel Gifte gegen Insekten, Schimmelpilze und andere Holzschädlinge. Deren Verwendung ist jedoch in trockenen Innenräumen nicht nötig. Lösungsmittel als (zukünftig immer mehr reduzierte) Bestandteile in Kunstharzfarben, Holzschutzmitteln, Klebstoffen und Lacken können zu Kopfweh, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und reduzierter Reaktionsfähigkeit führen. Ihre Konzentration ist nach dem Austrocknen allerdings wesentlich geringer als bei der Verarbeitung. Passivrauchen wurde 1986 in die Liste der gesundheitsschädigenden Arbeitsstoffe aufgenommen, ist in der Schweiz jedoch nach wie vor das Wohngift Nr. 1. Das radioaktive Gas Radon ist, auch in hohen Konzentrationen, nicht zu riechen oder anderswie wahrzunehmen. Seine Hauptursache liegt in einem Urangehalt des Bauuntergrundes und ist im kristallinen Gestein der Alpen erhöht. Stickoxyde entstehen bei allen Verbrennungsprozessen, auch solchen in Gasherden oder Durchlauferhitzern. Bei schlechter Entlüftung kann ihre Konzentration schnell über erlaubte Grenzwerte steigen. Elektrosmog als Sammelbegriff entsteht durch viele, auf kleinstem Raum eingeschaltete Elektrogeräte und ist messbar. Auch Abstrahlungen von Mobiltelefonen gehören mit dazu. Ein schlechtes Raumklima bewirkt leichte Reizbarkeit und Ermüdung, reduzierte Resistenz, Schleimhautirritationen, Kopfschmerzen, Allergien und Vergiftungserscheinungen.
Experten schätzen, dass rund ein Drittel der in Büros Tätigen in ihrer Leistungsfähigkeit durch die schlechte Raumluftqualität beeinträchtigt sind. Neben den aufgeführten Symptomen gehören auch eine behinderte Nasenatmung, Reizungen der Augenbindehäute oder Reizhusten zu den durch so genannte Wohngifte verursachten Beschwerden. Ein gutes Raumklima dagegen wirkt ausgleichend und leistungsfördernd, stärkend auf die körpereigenen Abwehrkräfte und positiv auf das Gemüt.
Da der westliche Mensch sich mehr als 90% der Zeit in Gebäuden aufhält, beeinflusst das Raumklima in Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen sein Wohlbefinden und seine Gesundheit entscheidend. Ein Bewohner spürt sofort, wenn die Temperatur im Raum zu hoch oder zu niedrig, die Luftbewegung zu groß ist, und wird bemüht sein, diese so zu beeinflussen, dass er sich wieder wohl fühlt. Ebenso spürbar sind ungeeignete Oberflächen- Temperaturen von Wänden und Decken. Kühle Wandoberflächen bewirken permanent den Eindruck, es ziehe. Die negativen Folgen einer zu hohen oder zu niedrigen Feuchtigkeit der Raumluft sind in der Regel ebenso wenig bekannt wie die einfachen Mittel, um sie zu regulieren. Liegt die Luftfeuchtigkeit unter 40%, so ist die Reinigungsfunktion der Luftröhrenoberflächen beeinträchtigt. Schadstoffe können bei einer beschädigten Schleimoberfläche nicht mehr gut abtransportiert werden. Die Anfälligkeit für Erkältungen steigt. Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit jedoch senkt den Feinstaubgehalt der Luft, aktiviert die Abwehrfähigkeit der Haut gegenüber Mikroben, verringert die Lebensdauer vieler Bakterien und Viren, reduziert Geruchsbelästigungen und vermeidet eine elektrostatische Aufladung des Raumes. Steigt aber die Luftfeuchtigkeit auf über 70% an, so können in geschlossenen Räumen Schimmelpilze entstehen, die wiederum eine ganze Reihe von Beschwerden und Allergien hervorrufen.
Der Idealwert liegt bei rund 50%. Beim Thema Wohlfühlklima spielt etwas Weiteres eine Rolle. Unabhängig von allen philosophischen und religiösen Hintergründen werden dem Menschen drei Dimensionen zugeordnet: Körper, Seele und Geist bilden eine Einheit. Die Bedürfnisse des Körpers in diesem Zusammenhang können mit einer Optimierung des Raumklimas größtenteils befriedigt werden. Wie aber steht es mit den Bedürfnissen von Geist und Seele?
Wenn wir von einer Einheit von Körper, Seele und Geist sprechen, ergeben sich erstaunliche Parallelen zu praktisch jeder Gebäudekonstruktion (Skizze 1, siehe pdf) und zwar zur Gliederung der Stockwerke, der Ebenen und Vertikalen.
Die nächste Skizze, siehe pdf, zeigt in vergrößerter Form den markierten Planausschnitt.
Die Geschosse bilden die Ebenen, auf denen unser Leben stattfindet, wo also Körper, Geist und Seele als Einheit agieren. Sie werden getragen von den vertikalen Elementen. Diese aufragenden, stützenden Elemente, Wände und Pfeiler zeigen auf direktem Weg zum Himmel. Sie sind durch ein starkes Fundament fest mit dem Boden verbunden beziehungsweise verwurzelt. Für mich persönlich und für alle meine Lebensbereiche sind die Fundamente, auf die sich die tragenden Bauteile abstützen, der Glaube an meinen Schöpfer und an sein Wort, die Bibel. Die vertikalen, tragenden Stützen versinnbildlichen sowohl meine persönliche Beziehung zu Gott als auch meinen Glauben an die fantastischen Zusagen, die im aktuellsten und weltweit meistverkauften Managementbuch, in der Bibel zu finden sind. Diese Zusagen zeigen mir auch immer wieder die Richtung auf, woher ich Hilfe in schwierigen Situationen beanspruchen kann und wo ich Perspektiven über das irdische Dasein hinaus, ja sogar für die Ewigkeit, erhalte.
In einem derart konstruierten und auf festem Fundament gebauten Haus ...
... sorgt nicht nur ein gesundes Raumklima in den Wohn- und Arbeitsräumen für einen gesunden und leistungsfähigen Körper
... wird nicht nur die Seele zufrieden gestellt, indem die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet wird
... nein, ein solches Haus bietet sogar Lebensraum für einen erfüllten Geist und eine heile Seele, nämlich Geborgenheit in Gott.
Die Entscheidung dafür liegt, genau wie beim Bau eines Hauses auch, beim Bauherrn, respektive bei jedem Menschen ganz persönlich.