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Die IVCG

 
Ausgabe 04/05 

Die Suche nach der absoluten Wahrheit

 

Wir sind zu Hause und in der Schule christlich erzogen worden. Unser Vater war katholisch. In ihm hatten wir ein Vorbild kompromissloser Ehrlichkeit – auch im Alltag. Unsere evangelische Mutter legte in ihrer wunderbaren Warmherzigkeit und Gottverbundenheit den Grundstein zur Gottesliebe in uns.

Mein Bruder Bernhard und ich wussten die Wahrheit – und waren dennoch Suchende; Suchende nach zuverlässiger Sicherheit in den letzten Dingen.

In Wohlstandszeiten leisten sich viele Menschen den Luxus, dies und das zu kultivieren, darunter auch eine ortsübliche Religion, die natürlich nicht radikal und nicht fundamental sein darf. Der satte Bürger ist gerne bereit, eine «angenehme» Wahrheit für sich selbst und eine andere Wahrheit für andere gelten zu lassen. Diese Haltung ist nicht heilige Toleranz, sondern unheilige Wurstigkeit bezüglich der letzten Dinge.

Unter der Wucht des Krieges und der Nachkriegsjahre war in uns jungen Menschen kein Platz für solche Lauheit. Es ging ums Ganze. Für uns stellte sich nicht die Frage, ob das Christentum wahr ist, sondern ob es die absolute Wahrheit ist.

Wir machten uns auf zwei Ebenen auf die Suche: in anderen Weltreligionen und in der modernen Naturwissenschaft. Obwohl ich nie aufgehört hatte, praktizierender Katholik zu sein, war ich – teils unbewusst – geistig ausgewandert in den Buddhismus – fasziniert von der brillanten Logik des Gautama Buddha und von der Tiefe des Zen. Mein Bruder machte mich bekannt mit Eugen Herrigel, dem vielleicht bedeutendsten europäischen Zen-Meister.

Die Suche nach Glaubenssicherheit

Der Buddhismus kennt keinen jenseits der Welt existierenden Gott; er ist eine weltimmanente Heilslehre. Nach dieser Lehre zwingt das Karma-Gesetz, das eherne Gesetz einer unausweichlichen Gerechtigkeit, alle Wesen in qualvolle, immer neue Wiedergeburten. Nach Buddhas Lehre kann man daraus nur auf einem Weg entrinnen: Indem man durch tiefe Meditation den Wahn des Lebens durchschaut, durch harte Askese die Bindungen dieser Welt auslöscht und damit ins Nirwana, das heißt in die Nichtigung, eingeht. Zwei Kapitel aus der «Mittleren Sammlung» der Reden Buddhas öffneten mir die Augen:



Im Kapitel «Das Schlangengleichnis » (Band I) sagt Buddha: «Als Floss, ihr Mönche, will ich euch die Lehre weisen, zum Entrinnen tauglich, nicht zum Festhalten.» Er verglich seine Lehre mit einem Floss, das sich ein Mann zum Übersetzen über ein großes Wasser zusammengebaut hat: So wie dieser Mann dann seinen Weg am anderen Ufer unter Zurücklassung des Floßes fortsetzt, so soll auch der Mönch für die letzte Strecke zur Vollkommenheit die Lehre des Buddha hinter sich lassen. Nun verstand ich: «Etwas, das man nach dem vorletzten Schritt zurücklassen muss, kann nicht die letzte Wahrheit sein.» Demgegenüber führt die Nachfolge Christi bis zum letzten Ziel, der Liebesvereinigung mit Gott selbst.

Im Kapitel «Ein guter Mensch» (Band III) spricht Buddha von zwei Menschen, die alle Stufen der Meditation durchmachen und sogar die «Grenzscheide möglicher Wahrnehmung» erreichen. Dennoch nennt er den einen davon einen «schlechten Menschen», weil «er sich damit brüstet und die anderen verachtet». Den anderen nennt er einen «guten Menschen», weil «er sich damit nicht brüstet, noch die anderen verachtet». So hörte ich aus Buddhas Mund, was mir aus dem Munde Christi zu einfach gewesen war: Jenseits aller geistiger Perfektion gibt es die grundlegenden Qualitäten «gut» und «schlecht»; der gute Mensch ist demütig, der schlechte ist hochmütig. Genau das betonen unsere christlichen Mystiker.

Gautama Buddha bietet die Auslöschung allen Leides durch die totale Auslöschung der Person. Jesus Christus aber bietet die Auslöschung allen Leides im ewigen Leben, das er selbst in uns wirkt. In ihm vereinigen sich Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe: Mit seinem Opfertod sühnt er für unsere Schuld, damit alle, die an ihn glauben, mit ihm eingehen dürfen in Gottes Reich.

Physik und Glaube

Die moderne Physik hat durch Beobachtungen und Experimente erkannt, dass Raum und Zeit keine «absoluten Kategorien», sondern im Wechselspiel mit Materie stehende Bezugsgrößen sind. Nicht der Kosmos ist in einen absoluten Raum und eine absolute Zeit eingebettet, sondern Raum und Zeit sind Größen, die diesem Kosmos als Inventar zugehören. Diese unsere Zeit gibt es erst, seit unser Kosmos besteht und nur so lange, wie er besteht. Eine Ewigkeit im Sinne einer unendlich lang immer weiterlaufenden Zeit gibt es nicht. Ewigkeit ist keine diesem unserem oder irgendeinem anderen Kosmos zugehörige Qualität, sondern ein absolutes Sein, das jenseits der Räume und Zeiten aller Kosmen liegt.



Der Ablauf der Zeit in unserem Kosmos ist nach der modernen Physik untrennbar verknüpft mit der von den Massen des Kosmos ausgeübten Gravitation, das heißt Massenanziehung. Jedes Objekt dieses Kosmos wird von allen anderen Massen des Kosmos angezogen und ist damit in das kosmische Gravitations-Potenzial eingebunden. Kein Objekt kann sich als Teil des Kosmos daraus befreien. Das ist ein eindrucksvolles Gleichnis für die geistige Gebundenheit des Menschen in die Welt, für die «Sklaverei der Sünde», für die Erbschuld. Es gibt hierin keine Selbstbefreiung, sondern nur Erlösung durch Gott selbst.

Als Abbild des Dreieinen Gottes – Vater, Sohn, Heiliger Geist – ist die Schöpfung auf allen Ebenen beherrscht von 3-faltigen Komplementaritäten. Mein Bruder legt das in seinem Werk «Der Dreieine» dar. Die unterste Seinsebene, der physikalische Mikrokosmos, ist beherrscht durch die bekannte Komplementarität von Welle und Teilchen. In Hinsicht auf die modernen Wechselwirkungstheorien müssen diese zwei Aspekte durch einen dritten Aspekt ergänzt werden, nämlich die virtuellen Teilchen, die ich in diesem Zusammenhang lieber «Austauschquanten» nenne.

Wir wurden fündig!

«Sucht, und ihr werdet finden», heißt es in der Bibel. Mit Hilfe der Vertiefung in fremde Religionen und durch wissenschaftliche Erkenntnisse haben mein Bruder und ich gefunden, was wir gesucht hatten: Es gibt die absolute Wahrheit! Es ist der dreieine Gott, der in zwei Büchern zu uns spricht: durch das Buch der biblischen Offenbarung, der Heiligen Schrift, und durch das Buch der von ihm geschaffenen Natur, der Naturwissenschaft.

_______________Einschlägige Bücher von Bernhard und Karl PhilberthChristiana-Verlag

  • Christliche Prophetie und Nuklearenergie (B.Ph., 12. Auflage)
  • Der Dreieine (B.Ph., 7. Auflage)
  • Das All (B.&K.Ph., 2. Auflage)

BAC Verlag Australien (zu beziehen über F. Samuel,
Georgstr.3, D-82069 Hohenschäftlarn)

  • Offenbarung (B.Ph.)
  • Der Souverän (B.Ph.)
  • Geschaffen zur Freiheit (K.Ph., 2. Auflage)

Die Autoren

Dr. Bernhard und Dr. Karl Philberth

Dr. Bernhard und Dr. Karl Philberth

D-München

Physiker, freie Erfinder und Priester. Sie erhielten über 100 inund ausländische Patente. Philberth-Transformatoren finden sich zu Millionen in Elektrogeräten. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Grenzfragen von Glaube und Wissenschaft. Dr. Karl Philberth ist Gastprofessor für philosophische Gegenwartsfragen.

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